„Squid Game“ ist eine der gefeiertsten und erfolgreichsten Netflix-Serien weltweit. Doch wenn Schulkinder das Format in Nordkorea schauen, müssen sie mit der Todesstrafe rechnen.
Weltweit wird „Squid Game“ bei Netflix gestreamt. Die Produktion aus Südkorea wurde zu einem internationalen Hit. In Nordkorea ist das Besitzen von südkoreanischer Musik oder Filmen verboten. Das Regime von Kim Jong-un schreckt vor nichts zurück und lässt sogar Schulkinder umbringen, wenn man dagegen verstößt. Das berichtet die „New York Post“ und beruft sich dabei auf Amnesty International.
Im Jahr 2025 wurden 25 Interviews geführt mit Menschen, die aus Nordkorea flüchten konnten. Und sie erzählen erschreckende Details: Gegenüber der Menschenrechtsorganisation berichten sie, dass es Hinrichtungen auf Marktplätzen sowie Arbeitslager gegeben haben soll. Die meisten davon sollen Jugendliche gewesen sein.
Schüler wurden hingerichtet – weil sie „Squid Game“ gesehen haben
In der Provinz Yanggang wurden laut den Interviews mehrere Schüler hingerichtet, da sie die Netflix-Serie „Squid Game“ gesehen haben. „Zusammengenommen deuten diese Berichte aus verschiedenen Provinzen auf mehrere Hinrichtungen im Zusammenhang mit den Shows hin“, teilt Amnesty International mit.
Serien aus Südkorea gelten in dem abgeschotteten Land als „verrottete Ideologie, die den revolutionären Sinn des Volkes lähmt.“ Wenn man Filme oder Musik aus Südkorea besitzt, drohen 15 Jahre Zwangsarbeit. Und im schlimmsten Fall sogar die Hinrichtung – zumindest dann, wenn man das Material an andere weitergibt.
Flüchtling Choi Suvin erzählt gegenüber der Menschenrechtsorganisation, dass die Strafe davon abhänge, wie viel Geld man besitzt: „Menschen werden für dieselbe Tat gefasst, aber die Strafe hängt ausschließlich vom Geld ab. […] Menschen ohne Geld verkaufen ihre Häuser, um 5000 oder 10.000 Dollar aufzubringen und sich so aus den Umerziehungslagern freizukaufen.“ Wenn man genug finanzielle Mittel zur Verfügung hat, kann man sich demnach freikaufen.
Jugendliche mussten sogar bei Hinrichtungen zuschauen
Kim Joonsik ist ebenfalls aus Nordkorea geflüchtet und bestätigt ebenfalls: „Normalerweise bekommen Schüler, die erwischt werden, nur eine Verwarnung, wenn ihre Familie Geld hat. […] Ich wurde nicht strafrechtlich verfolgt, weil wir Beziehungen hatten.“ Das Regime geht äußerst brutal vor. Denn Kinder sollen sogar bei den Hinrichtungen zusehen: „Als wir 16, 17 waren und die Mittelschule besuchten, nahmen sie uns mit zu Hinrichtungen“, erzählt Flüchtling Kim Eunju.


















































