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Kandidatinnen bei „Hochzeit auf den ersten Blick“-UK vergewaltigt? Sender zieht Konsequenzen

"Hochzeit auf den ersten Blick"
SAT.1 / Christoph Assmann

In Großbritannien erschüttert ein schwerer Skandal das Reality-Format „Married at First Sight“. Mehrere Kandidatinnen sollen Opfer sexueller Übergriffe geworden sein. Der verantwortliche Sender zieht nun Konsequenzen.

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In der beliebten britischen Dating-Show „Married at First Sight“, die hierzulande unter dem Titel „Hochzeit auf den ersten Blick“ bekannt ist, soll es zu mehreren sexuellen Übergriffen gekommen sein. Zwei Frauen schildern laut der BBC, von ihren TV-„Ehemännern“ vergewaltigt worden zu sein. Eine dritte Frau berichtet ebenfalls von nicht einvernehmlichem Sex.

Wie die BBC berichtet, habe eine der Frauen ihrem TV-„Ehemann“ vorgeworfen, sie vergewaltigt und ihr zudem mit einem Säureangriff gedroht zu haben. Sie habe „immer wieder ‚Hör auf‘ gesagt.“ Und weiter: „Er sagte, wenn ich jemandem erzählen würde, was passiert ist, würde er jemanden beauftragen, Säure auf mich zu schütten.“ Über seinen Anwalt bestreitet er die Vorwürfe. Eine weitere Frau erklärte, sie sei von ihrem TV-„Ehemann“ sexuell missbraucht worden. Dennoch seien die entsprechenden Folgen nach ihren Angaben ausgestrahlt worden.

TV-Sender zieht Konsequenzen nach Vorwürfen

Der britische Sender Channel 4 hat „Married at First Sight“ vorerst aus dem Programm genommen und sämtliche Staffeln aus der Mediathek entfernt. Zudem wurde eine externe Untersuchung eingeleitet.

„Im April wurden Channel 4 schwerwiegende Vorwürfe gegen eine kleine Anzahl ehemaliger Teilnehmer vorgelegt. Vorwürfe, die diese Personen nach unserem Verständnis bestreiten“, heißt es in einer Stellungnahme des Kanals. „Der Sender achtet auf die Privatsphäre und die fortdauernde Fürsorgepflicht gegenüber allen Beteiligten und kann keine Angaben zu den Details dieser Anschuldigungen machen“, heißt es weiter. Gleichzeitig wies der Sender die Vorwürfe zurück, die Produktionsverantwortlichen hätten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht ausreichend geschützt.

„Hochzeit auf den ersten Blick“ gilt als internationales Erfolgsformat mit mehr als 35 Ablegern weltweit – auch in Deutschland läuft die Sendung seit Jahren erfolgreich in SAT.1. In Großbritannien wird die Datingshow seit 2015 ausgestrahlt, bislang wurden insgesamt zehn Staffeln produziert. Das Konzept: Singles heiraten einen völlig fremden Menschen, den sie zuvor noch nie gesehen haben und der von Beziehungsexperten ausgewählt wurde. Die Paare werden bei ihrer Hochzeit, den Flitterwochen und im gemeinsamen Alltag von Kamerateams begleitet. Nach den schweren Vorwürfen ist die Zukunft von „Married at First Sight“ in Großbritannien derzeit ungewiss.

HINWEIS DER REDAKTION | Wenn du selbst Opfer von sexuellem Missbrauch wurdest, kannst du dich an das „Hilfetelefon für Opfer sexuellen Missbrauchs“ wenden. Dieses ist anonym und kostenlos unter der Rufnummer 0800-22 55 530 oder per Mail an beratung@hilfetelefon-missbrauch.de erreichbar. Alle Beratungsstellen im Überblick findest du auf der KUKKSI Hilfeseite.

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