Das neu gegründete Bündnis „Feminist Fight Club!“ hat am Sonntag eine Demonstration in Berlin angekündigt. Es ging um digitale Gewalt – auch Collien Fernandes warb bei Instagram dafür. Die Schauspielerin hat auf der Demo ein Statement verlesen lassen – KUKKSI war am Brandenburger Tor vor Ort.
Kira Bönisch von „Fridays for Future“ hat die Veranstaltung organisiert. Die Veranstalter rechneten mit rund 500 Personen – gekommen sind jedoch tausende Menschen! Die Veranstalter sprechen von rund 13.000, die Polizei von rund 6.700 Menschen vom Brandenburger Tor bis hinter zum Hotel Adlon.
Die Kundgebung stand unter dem Motto „Gegen sexualisierte digitale Gewalt – Solidarität mit allen Opfern“. Bekannteste Rednerin war die Klima-Aktivistin Luisa Neubauer (29). Bei der Demonstration ging es auch um Collien Fernandes (44) – zwar war die Schauspielerin nicht vor Ort, jedoch hat sie ein Statement verlesen lassen.
Das Statement von Collien Fernandes im Wortlaut
„Sexualisierte und digitale Gewalt sind weiter verbreitet, als man ahnen mag. Aktuell gibt es diesbezüglich jedoch massive gesetzliche Schutzlücken. Der Staat kommt seiner Verantwortung für die Gewährleistung des Persönlichkeitsrechts, des Rechts auf sexuelle Selbstbestimmung und des Rechts auf Nichtdiskriminierung nicht nach. Das muss sich ändern! Wir dürfen die Täter nicht mehr davonkommen lassen! Sie verstecken sich hinter einer Mauer des Schweigens, und diese ist hoch – sehr, sehr hoch, wie die jüngst veröffentlichte Dunkelfeldstudie zeigt. Nur 2,4 % der digitalen Gewalt wird derzeit angezeigt. Kein Wunder, wenn auf Anzeigen keine Konsequenzen folgen. Wir müssen Licht in das viel zu große Dunkelfeld bringen und diese Mauern des Schweigens einreißen! Danke für die Solidarität, die mich in dieser schweren Zeit trägt!“
Das Bündnis „Feminist Fight Club!“ wurde erst nach den Schlagzeilen rund um Collien Fernandes gegründet, wie Kira Bönisch gegenüber dem rbb sagt. Das Bündnis bestehe aus bisher nur rund 20 Personen.


















































