Sie verstecken sich unter Terrassen, im Garten und Fincas: Mallorca hat derzeit ein massives Schlangenproblem. Nun greifen die Behörden ein und stellten hunderte Fallen auf.
Mallorca kämpft gegen eine Schlangenplage. Auch einige Urlauber wurden von den Tieren überrascht. „Wir trauten unseren Augen nicht. […] Es war ein entspannter Nachmittag im Garten, bis eine Schlange aus dem Abfluss im Boden kroch“, sagt Touristin Simone S. im Mallorca Magazin. Rund eineinhalb Meter sei die erste Schlange lang gewesen: „Kurz danach schlängelte sich eine zweite Schlange, die viel dicker war und etwa zwei Meter aufwies, aus dem Erdreich.“
Zahlreiche Schlangen auf Mallorca gesichtet
Auch die Vereinigung der ökologischen Landwirtschaft auf Mallorca schlägt nun Alarm und schreibt auf ihrer Website: „Am sichtbarsten und medienwirksamsten ist derzeit das Problem der invasiven Schlangen, die bereits weite Teile der Insel besiedelt und die Möglichkeiten des COFIB zur Kontrolle völlig überfordert haben.“
Die Schlangen wurden nicht nur in Terrassen gesichtet, sondern auch in Oliven- oder Mandelhainen. Die gute Nachricht: Die Tiere sind nicht giftig. Es handelt sich vor allem um Hufeisen-, Treppen- und Schlingnattern. Hufeisennattern sind jedoch extrem bissig, wie die Bild-Zeitung schreibt. Ein Biss kann sich entzünden und sollte deshalb von einem Arzt gecheckt werden.
Die balearische Regionalregierung versucht, mit Fallen entgegenzuwirken – diese werden auch Einheimischen zur Verfügung gestellt. Laut Königlichem Dekret ist das Töten invasiver Arten zulässig – jedoch nur von Behörden. Wer eine Schlange sieht, sollte das also dem Umweltamt melden.
Darauf sollten Urlauber achten
Urlauber sollten auf der Insel unbedingt feste Schuhe tragen. Laut APAEMA müsse man Mallorca besser schützen: „Das ist jedoch nicht der Fall. Auf keiner anderen Mittelmeerinsel ist eine solche Situation zu beobachten. Gründe dafür sind die hohe menschliche Belastung, der Klimawandel sowie unzureichende Grenz- und Binnenkontrollen, die es nicht schaffen, neue Einschleppungen zu verhindern.“
















































