Der Medienkonzern Bauer Media Group macht beinahe alle seine Websites dicht. Dazu zählen unter anderem „Wunderweib“, „InTouch“ oder „Bravo.de“. Betroffen sind rund 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
KI-Bots und KI-Features von Suchmaschinen gehen auf Kosten des Traffics. Es ist ein radikaler Schritt der Bauer Media Group: Der Medienkonzern will ihre seit 2023 zentral auf Content Commerce ausgerichtete Digitalstrategie nicht weiter verfolgen.
Bauer Media Group verabschiedet sich weitgehend aus Digitalgeschäft
Die Bauer Media Group stampft nun einen Großteil ihrer Websites ein. Dazu zählen unter anderem die Webauftritte von „InTouch“, „BRAVO.de“, „Wunderweib“, „Cosmopolitan“ oder die „Autozeitung“. Nur drei Websites sollen bestehen bleiben – und zwar „TVMovie“, „astrowoche.de“ und „lecker.de“. Der Betrieb der Bauer Xcel Media Deutschland KG werde zum 30. September 2026 eingestellt. 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind betroffen.
Ingo Klinge, President Globales Publishing und CEO Publishing Germany, erläutert: „Publishing ist ein bedeutendes Kerngeschäftsfeld der Bauer Media Group und wir gestalten als Marktführer in Europa die Zukunft der Branche aktiv mit. Gleichzeitig erfordert ein sich rasant veränderndes Umfeld konsequente Entscheidungen. Dabei ist die Fokussierung unserer digitalen Aktivitäten die einzig richtige strategische Entscheidung. Unser Anspruch ist unverändert: Wir verbinden ein starkes Printfundament mit einer zukunftsgerichteten und wirtschaftlich sinnvollen digitalen Entwicklung. Wir werden neue Möglichkeiten konsequent nutzen, die sich durch Technologien, Plattformen oder verändertes Nutzerverhalten ergeben.“
Jan Rudolph, Geschäftsleiter der Bauer Xcel Media Deutschland KG, verantwortet die Einstellung des Geschäftsbereiches in den kommenden Monaten: „Das gesamte Team der Bauer Xcel hat sich in den letzten Jahren mit Engagement, Expertise und Leidenschaft für unser gemeinsames Ziel eingesetzt. Ich bedanke mich bei allen Kolleginnen und Kollegen für ihren außergewöhnlichen Einsatz und ihre Loyalität. Wir haben im Digitalgeschäft starkes Potenzial gesehen. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich seitdem jedoch so stark verändert, dass diese Entscheidung notwendig geworden ist.“ Auch im Vereinigten Königreich plant die Bauer Media Group eine vergleichbare Neuausrichtung ihres digitalen Publishinggeschäfts.


















































