Svenya aus der RTLZWEI-Sozialdoku „Armes Deutschland“ kämpft nicht nur um einen Neuanfang, sondern auch um gesellschaftliche Anerkennung. Immer wieder musste die Transfrau auf der Straße schlimme Erfahrungen machen – deshalb habe die 51-Jährige stets Pfefferspray dabei.
Die 51-jährige Arbeitslose will den Schritt raus aus dem Jobcenter schaffen und wieder auf eigenen Beinen stehen. Ihr Ziel ist es, sich finanziell unabhängiger zu machen und sich wieder mehr leisten zu können. „Dauerhaft von Bürgergeld leben, kommt für mich nicht infrage. Ich will und ich kann arbeiten, deshalb werde ich das auch tun“, sagt Svenya in der neuen Folge von „Armes Deutschland“.
Früher arbeitete Svenya als Bauarbeiterin. Nach ihrem Coming-out lebt sie heute als Frau. Trotz zahlreicher Rückschläge – darunter eine gescheiterte Ausbildung zur Make-up-Artistin sowie ein schwerer Einschnitt durch einen Schlaganfall – gibt sie nicht auf. Derzeit absolviert sie eine Umschulung zur Pflegeassistentin und kämpft damit sowohl um einen beruflichen Neustart als auch um gesellschaftliche Anerkennung. Emotionale Unterstützung erhält sie von ihrer langjährigen Therapeutin, die sie auf ihrem Weg begleitet hat. Ihr Ziel bleibt klar: finanzielle Unabhängigkeit und ein neues Leben.
Heute lebt Svenya als Frau – und empfindet dabei großes Glück. Doch ihre Lebensrealität stößt nicht überall auf Akzeptanz. „Wenn du dich dein Leben lang verstecken und so tun musst, als wärst du jemand anderes, dann entwickelst du auch Depressionen. Und wenn du dich mal getraut hast, kriegst du eingeprügelt, dass es falsch ist“, berichtet die 51-Jährige.
„Ich wurde schon tagsüber 13 Uhr auf offener Straße attackiert“
Die Protagonistin aus der RTLZWEI-Sozialdoku „Armes Deutschland“ hat nach eigenen Angaben auf der Straße wiederholt belastende Erfahrungen gemacht. Um sich zu schützen, trägt sie Pfefferspray bei sich. „Ich habe schon so tolle Leute im Zug kennengelernt, aber leider sind da auch öfter Idioten dabei“, sagt sie während einer Reise nach Frankfurt. Und weiter: „Ich wurde schon tagsüber 13 Uhr auf offener Straße attackiert.“
Immer wieder sei sie mit abwertenden Sprüchen und Blicken konfrontiert worden. Halt habe ihr insbesondere ihre Therapeutin gegeben: „Ihre Ratschläge haben mir schon so weitergeholfen. Hätte ich sie nicht, wäre ich nicht, wo und wer ich bin.“ Trotz aller Hindernisse richtet Svenya den Blick nach vorn – und hofft, bald auch beruflich wieder Fuß zu fassen.
RTLZWEI zeigt „Armes Deutschland – Stempeln oder abrackern?“ immer dienstags um 20.15 Uhr.


















































