Tobias und Jenny aus der RTLZWEI-Sozialreportage „Armes Deutschland“ leben von Grundsicherung – nun soll die Familienplanung als neue Einnahmequelle dienen.
Tobias und Jenny hatten noch nie einen festen Job. Tobias, gesundheitlich erwerbsunfähig, bestreitet neben der Grundsicherung zusätzliche Einkünfte als Alleinunterhalter – und umgeht damit erneut die Behörden. Neue Einnahmequellen sind willkommen – und so betrachten sie die Familiengründung äußerst rational.
„Wir sind auf die Idee gekommen, ein Kind zu bekommen, weil uns einfach die Aufgabe fehlt“, sagt Tobias in der neuen Folge von „Armes Deutschland“. Ein Kind soll her – vor allem, weil es eine zusätzliche Einnahmequelle wäre: „Wenn wir ein Kind haben, ist es automatisch mehr, und eine größere Wohnung können wir auch haben.“
„Du kriegst alles vom Amt in den Arsch gesteckt, das ist ja der Vorteil“
Jenny ist jedoch skeptisch. Schließlich würde ein Kind auch Geld kosten. Doch Tobias vertritt hierzu eine andere Auffassung und beruhigt seine Freundin: „Du kriegst alles vom Amt in den Arsch gesteckt, das ist ja der Vorteil. […] Das rentiert sich!“, sagt er.
Das Paar hat mit hohen Schulden zu kämpfen. Tobias steckt mit 100.000 Euro in der Kreide. Deswegen bestellte er viele Dinge auf den Namen seiner Partnerin: „Du hast eh 80.000 Euro Schulden. Ob da 2000 oder 3000 Euro mehr dazukommen, macht das Kraut auch nicht fett“, sagt Tobias.
Tobias sorgt mit einer weiteren Äußerung für Kopfschütteln: „Natürlich kommen Mahnungen, Inkasso und die ganze Scheiße – wir schmeißen alles weg. Was wollen sie machen? Zieh mal einem Nackten die Hosen aus, das geht nicht.“
Jenny benötigt zudem ein Gutachten, denn sie leidet an einer Sozialphobie – deshalb könne sie auch nicht arbeiten gehen. Kontakt mit Menschen sei für sie nicht möglich. Aus dem Grund beabsichtigt Tobias die Krankenkasse anzurufen – doch dort geht niemand ans Telefon. Dann wettert er: „F**kt euch, ihr W**ser, Gesindel.“ Behördenmitarbeiter seien selbst „faule Säcke“, weshalb sich niemand über ihn aufzuregen brauche.
RTLZWEI zeigt „Armes Deutschland“ immer dienstags um 20.15 Uhr.


















































