Seit 1998 gehört „In aller Freundschaft“ zu den beliebtesten Krankenhausserien im deutschen Fernsehen. In der Sachsenklinik werden Leben gerettet, komplizierte Operationen durchgeführt und dramatische Schicksale erzählt. Doch bei der Kleidung der Ärzte fällt ein interessantes Detail auf: Nicht immer tragen die Mediziner ihre klassischen weißen Kittel. Und wenn doch, bleiben diese häufig offen. Dahinter stecken verschiedene Gründe.
Dr. Roland Heilmann (Thomas Rühmann), Dr. Kathrin Globisch (Andrea Kathrin Loewig) und ihre Kollegen sind seit vielen Jahren feste Größen im ARD-Programm. Während sie auf den Fluren der Sachsenklinik häufig in weißen Arztkitteln unterwegs sind, sieht ihre Arbeitskleidung in anderen Situationen völlig anders aus. Besonders bei Operationen dominieren grüne oder blaue Kleidungsstücke.
„In aller Freundschaft“: Deshalb tragen die Ärzte nicht immer weiße Kittel
Die unterschiedliche Kleidung hat vor allem praktische Gründe. Im Operationssaal gelten strenge Hygienevorschriften. Deshalb tragen Ärzte dort spezielle Bereichskleidung, die sich deutlich vom klassischen weißen Kittel unterscheidet.
Auch die Farben sind kein Zufall. Grün und Blau bieten einen guten Kontrast zum Rot des Blutes. Das kann die Augen bei längeren Eingriffen entlasten. Weiße Kleidung würde das starke Licht im Operationssaal zudem stärker reflektieren.
Ein weiterer Grund ist die Hygiene. Besonders die langen Ärmel traditioneller Arztkittel können problematisch sein, da sie mit Oberflächen oder Patienten in Kontakt kommen können. Deshalb wird in vielen medizinischen Bereichen kurzärmlige Arbeitskleidung bevorzugt.
Die TV-Ärzte tragen ihre Kittel meist offen – das steckt dahinter
Auffällig ist außerdem, dass die Ärzte in der Sachsenklinik ihre weißen Kittel in zahlreichen Szenen offen tragen. Das lässt sich auch auf offiziellen Szenenbildern der ARD-Serie erkennen. Beim Ableger „In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte“ gibt es dafür sogar eine konkrete Erklärung. Wie „Promipool“ berichtet, erklärte Kostümbildnerin Kerstin Viot, dass die Kittel grundsätzlich offen getragen werden sollen. Der Grund: „Das ist zu viel weiß im Bild“, wenn die Kittel geschlossen sind. Durch die offenen Kittel kommen die farbigen Oberteile besser zur Geltung. Außerdem wirkt die Kleidung dadurch moderner und sportlicher. Ob diese Regel auch für die ursprüngliche Serie „In aller Freundschaft“ gilt, ist allerdings nicht bekannt.

MDR gewährt Einblicke in die Kostümabteilung
Dass die Arbeitskleidung in der Sachsenklinik eine wichtige Rolle spielt, zeigt auch ein Blick hinter die Kulissen. Der MDR veröffentlichte im Dezember 2025 ein Backstage-Video zur Kostümabteilung der ARD-Serie. Darin geben Schauspielerin Andrea Kathrin Loewig und Elly Schneider Einblicke in die Arbeit hinter den Kameras. Die Kostüme gehören zu den zahlreichen Details, mit denen die fiktive Krankenhauswelt zum Leben erweckt wird.
Denn die Kleidung muss nicht nur zur jeweiligen Figur passen, sondern auch zu den unterschiedlichen Situationen im Klinikalltag. Zwischen einer Untersuchung, einer Besprechung und einer komplizierten Operation können sich die Anforderungen deutlich unterscheiden. Die Produktion legt Wert darauf, dass die Sachsenklinik möglichst glaubwürdig wirkt. Dabei spielen neben den medizinischen Instrumenten und den Kulissen auch die Kostüme eine wichtige Rolle.
Die weißen Arztkittel sind aus „In aller Freundschaft“ also keineswegs verschwunden. Vielmehr wechseln die Mediziner ihre Kleidung je nach Tätigkeit. Was auf den ersten Blick wie eine kleine Besonderheit der ARD-Serie aussieht, orientiert sich damit zumindest teilweise am tatsächlichen Krankenhausalltag.


















































