Bei „Hartz und herzlich“ sorgt Pascal immer wieder für Gesprächsstoff. Der Sohn von Beate aus den Mannheimer Benz-Baracken versucht, sein Leben in den Griff zu bekommen – doch dabei gibt es einige Baustellen. Ein fester Job fehlt, das Geld ist knapp und auch mit seiner Mutter kracht es regelmäßig. Nun sorgt Pascal mit einer deutlichen Ansage für Wirbel: Lesen lernen will der Bürgergeld-Empfänger nicht. Das sei ihm schlichtweg zu stressig.
Seit Jahren kennen die Zuschauer Pascal aus der RTLZWEI-Sozialdoku. Eigentlich will er auf eigenen Beinen stehen. Doch besonders beruflich kommt der 25-Jährige bislang nicht richtig voran. Eine langfristige Beschäftigung konnte Pascal bisher nicht finden – und die Jobsuche wird immer wieder zum Thema.
Dabei hat Pascal durchaus Vorstellungen davon, wie seine Zukunft aussehen soll. Der Weg in die Arbeitswelt gestaltet sich jedoch schwierig. Bewerbungen, Behördentermine und die Suche nach einer passenden Beschäftigung stellen ihn immer wieder vor neue Herausforderungen. Hinzu kommt ein Problem, das die Jobsuche zusätzlich erschwert.
Beate platzt wegen Pascal der Kragen
Nach Angaben seiner Mutter leidet Pascal unter einer Lese-Rechtschreibschwäche und kann deshalb Wörter und Zahlen kaum lesen. Auf dem Arbeitsmarkt kann das schnell zum Hindernis werden. Doch daran zu arbeiten, kommt für Pascal offenbar nicht infrage.
„Das ist alles mit Stress verbunden. Das kann ich nicht, das mache ich nicht“
„Das ist alles mit Stress verbunden. Das kann ich nicht, das mache ich nicht“, stellt der „Hartz und herzlich“-Protagonist im Gespräch mit Beate klar. Seine Mutter kann diese Haltung überhaupt nicht nachvollziehen. Sie macht ihrem Sohn deutlich, dass dadurch selbst vermeintlich einfache Tätigkeiten schwierig werden könnten. Als Beispiel nennt Beate einen Job in einer Drogerie, bei dem Pascal Regale einräumen könnte.
Doch dann wird die Baracklerin noch deutlicher. „Nicht einmal das kannst du, weil du nicht lesen und schreiben kannst“, hält sie ihrem Sohn vor. Pascal will davon jedoch nichts wissen und blockt ab.
„Ich lasse mich nicht unter Druck setzen“
„Ich lasse mich nicht unter Druck setzen“, stellt der 25-Jährige klar. Auch für das Einräumen von Waren sieht Pascal offenbar keine Notwendigkeit, seine Lesefähigkeiten zu verbessern. Statt die Beschriftungen zu lesen, könnte er sich seiner Meinung nach einfach merken, wo die jeweiligen Produkte hingehören.
„Ich muss doch nicht lesen, wenn ich es mir einfach merken kann – das versteht ihr alle nicht!“, erklärt Pascal. Bei Beate stößt diese Einstellung jedoch auf wenig Verständnis. Schließlich möchte sie, dass ihr Sohn beruflich endlich Fuß fasst und langfristig auf eigenen Beinen stehen kann.
Pascal selbst scheint den Druck dagegen nicht an sich heranlassen zu wollen. Einen Job hat der Bürgergeld-Empfänger weiterhin nicht – und zumindest beim Thema Lesenlernen macht er seiner Mutter eine klare Ansage: Zwingen lassen will er sich zu nichts.
RTLZWEI zeigt „Hartz und herzlich“ täglich um 18.05 Uhr.















































