Der Sommer hat Deutschland fest im Griff – und nun könnte es noch extremer werden: Am Wochenende drohen Temperaturen, die sämtliche bisherigen Hitzerekorde übertreffen könnten. Meteorologen halten örtlich sogar Werte von bis zu 44 Grad für möglich. Experten schlagen Alarm und warnen eindringlich vor den gesundheitlichen Gefahren. Fest steht zudem: Die Rekordhitze soll mit einem gewaltigen Wetterumschwung enden.
Nach einem langen und kalten Winter zeigt sich der Sommer derzeit von seiner extremen Seite. Die Temperaturen steigen Tag für Tag weiter an. Ihren Höhepunkt soll die Hitzewelle am Wochenende erreichen. Nach Einschätzung von Meteorologen könnten dann regional sogar bis zu 44 Grad gemessen werden. Damit würde der bisherige Hitzerekord in Deutschland deutlich übertroffen.
„Bleibt zu Hause, das ist eine Notlage“
Experten warnen angesichts der prognostizierten Temperaturen vor erheblichen Risiken. „Bleibt zu Hause, das ist eine Notlage“, sagt Meteorologe Karsten Brandt in der „Bild“-Zeitung. Der Wetterexperte sieht insbesondere ältere und gesundheitlich angeschlagene Menschen in Gefahr. „Vor allem ältere und schwache Menschen sind jetzt gefährdet, könnten dehydrieren“, sagt er. Von der Politik fordert er notfalls sogar den Einsatz der Bundeswehr, um die Bevölkerung zu schützen.
„Werte bis zu 44 Grad in Deutschland hat es noch nie gegeben“
Vor allem am Sonntag könnte es vielerorts brenzlig werden. In Berlin und Brandenburg sind laut Prognosen örtlich bis zu 44 Grad möglich. Auch in Magdeburg, Frankfurt (Oder) und im Raum Cottbus werden außergewöhnlich hohe Temperaturen nicht ausgeschlossen. Karsten Brandt sagt: „Als ich am Donnerstag die Prognose des deutschen Wettermodells ICON für den kommenden Sonntag sah, war ich sprachlos. Werte bis zu 44 Grad in Deutschland hat es noch nie gegeben.“ Der Meteorologe warnt eindringlich davor, das Haus zu verlassen: „Leute, bleibt möglichst zu Hause. Draußen ist es zu gefährlich.“
Der bisherige Hitzerekord in Deutschland liegt bei 41,2 Grad. Dieser Wert wurde im Jahr 2019 in Duisburg und Tönisvorst gemessen. Der Wetterexperte spricht von einer „thermischen Unwetterlage“. Gemeint ist damit eine flächendeckende und lang anhaltende Hitzewelle mit außergewöhnlich hohen Temperaturen. Auch das Bundesamt für Strahlenschutz warnt vor den Gefahren der intensiven Sonneneinstrahlung.
Nach der Hitzewelle drohen extreme Unwetter
Doch die Hitzewelle soll nicht ruhig ausklingen. Stattdessen droht am Sonntag eine massive Unwetterlage. Vor allem ab dem Nachmittag können heftige Gewitter mit Sturmböen, Hagel und Starkregen über Teile Deutschlands ziehen. Die Unwetter sorgen anschließend für eine spürbare Abkühlung: Am Montag werden vielerorts „nur“ noch Temperaturen um die 27 Grad erwartet.


















































