Heino geht gerichtlich gegen die AfD in der Uckermark vor. Der Sänger hat einen Anwalt eingeschaltet, welcher nun gegen die Partei vorgeht. Es geht dabei um unerlaubte Wahlwerbung.
In Brandenburg findet am Sonntag die Landratswahl statt. Rund 100.000 Menschen sind wahlberechtigt. In den sozialen Netzwerken hatte AfD-Landratskandidat Felix Teichner ungefragt Wahlwerbung betrieben.
„Am Sonntag würde Heino Felix wählen!“, schrieb Felix Teichner. Und weiter: „Am Sonntag zählt es! Ja, so blau, blau, blau blüht die Uckermark.“ Damit spielt der AfD-Politiker auf den Hit „Blau blüht der Enzian“ von Heino (87) an, welcher im Jahr 1972 veröffentlicht wurde. Im Hintergrund des Postings wurde sogar ein Ausschnitt des Liedes musikalisch unterlegt.
Die Wahlwerbung des AfD-Politikers hat nun ein juristisches Nachspiel. Laut der „Bild“-Zeitung hat Heino einen Anwalt eingeschaltet. Dieser fordert, die Wahlwerbung in Bezug auf Heino sofort einzustellen sowie eine Unterlassungserklärung. Aufgrund der Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte fordert Heino ein Schmerzensgeld von 250.000 Euro.
„Unser Mandant legt Wert auf die Feststellung, dass er jegliche politische Instrumentalisierung ablehnt und insbesondere Sie nicht wählen würde, wenn er denn könnte. (…) Unserem Mandanten ist ein unabsehbarer Reputationsschaden entstanden. In der Öffentlichkeit wird die Falschbehauptung verankert bleiben, dass unser Mandant die AfD unterstützt“, schreibt sein Rechtsanwalt Dirk Strohmenger an Felix Teichner, wie die „Bild“ weiter schreibt.
„Ich empfinde es als Unverschämtheit, mich ungefragt zum Gesicht einer Partei zu machen“
Auch Heino hat sich zu Wort gemeldet: „Ich empfinde es als Unverschämtheit, mich ungefragt zum Gesicht einer Partei zu machen. Bei meinen Konzerten ist zwar jeder willkommen, egal, was er wählt, aber diese Aktion geht mir eindeutig zu weit.“
Sein Manager Helmut Werner reagierte ebenfalls fassungslos: „Heino singt auf seiner Tournee ,Made in Germany‘ deutsche Volkslieder und auch die deutsche Nationalhymne. Leider wird man deshalb schon von einigen Leuten in die rechte Ecke gestellt. Das passte den Verantwortlichen der AfD vermutlich in ihr Konzept. Doch es ist absurd, Heino eine rechte Gesinnung zu unterstellen. Er steht für konservative Werte, hat aber mit der AfD nichts zu tun.“

















































