Bei „Armes Deutschland“ läuft es derzeit alles andere als rund für Angelique und Mike. Nachdem die Bürgergeld-Empfängerin ihren Minijob in einem Supermarkt verloren hat, setzt sie sich nun ein neues, ambitioniertes Ziel: Sie möchte Ärztin werden.
Zuvor war bei Angelique und Mike eine Überzahlung aufgefallen. Nun planen sie, gegen das Jobcenter vor Gericht zu ziehen. Sie sehen keine eigene Schuld – und das, obwohl ihnen bewusst war, dass sie zu viel Geld erhalten haben. Stattdessen machen Angelique und Mike die Behörde für die Situation verantwortlich.
Bürgergeld-Empfängerin will Ärztin werden
Für Angelique gibt es zunächst schlechte Nachrichten: Sie hat ihren Minijob im Supermarkt verloren. Das regelmäßige Erscheinen fiel ihr schwer, zudem führten zahlreiche Krankentage zu Lohneinbußen. Ihr neues Ziel ist klar formuliert: Angelique möchte die Schule in Teilzeit nachholen und anschließend Ärztin werden. Ob sich dieser Traum tatsächlich verwirklichen lässt, bleibt jedoch fraglich.
Auch Mike äußert grundsätzlich den Wunsch, wieder arbeiten zu gehen – zumindest theoretisch. In zwei Monaten läuft sein Arbeitslosengeld I aus, sodass die Familie vollständig auf Bürgergeld angewiesen sein wird. Daher plant er, sich initiativ bei einer Müllbeseitigungsfirma zu bewerben. Allerdings stellt die lange Fahrzeit für ihn ein erhebliches Hindernis dar.
Angelique lässt sich trotz Schulden ein Tattoo stechen
Obwohl die beiden bereits in Schulden stecken und das Jobcenter eine hohe Nachzahlung fordert, möchte sich Angelique ein neues Tattoo stechen lassen. Ihr bisheriges Tattoo über dem Knöchel soll entfernt und durch ein neues Motiv ersetzt werden. Sie wünscht sich einen Halbmond mit einem Wolf. Das Vorhaben ist kostspielig, doch die Finanzierung stellt für das Bürgergeld-Paar offenbar kein Problem dar.
„Mike hat Spiele gespielt. Damit zahlen wir das“, sagt Angelique in der neuen Folge von „Armes Deutschland“. Das Tattoo war ein Geschenk von Mike. „Es ist mir egal, ob wir knapp bei Kasse sind. Es ist ihr Geburtstagswunsch und den habe ich ihr erfüllt. Wenn sie ein Tattoo will, dann hole ich ihr eins“, sagt er.
„Ich gönne mir eigentlich schon sehr viel“
Und dann prahlt Angelique sogar noch: „Ich gönne mir eigentlich schon sehr viel. Früher hatte ich das gar nicht. Jetzt will ich alles nachholen.“ Auch Mike lässt verlauten: „Ich würde für sie fast alles tun. Wenn sie etwas will, kann sie es haben, wenn ich das Geld dazu habe. Ich weiß, dass sie früher nicht viel hatte. Daher möchte ich ihr mehr gönnen.“
In den weiteren Folgen der RTLZWEI-Sozialdoku rückt das Thema Arbeit für das junge Paar jedoch erneut in den Hintergrund. Stattdessen bestimmen das Prinzip „keinen Bock zu Malochen“, Handygames und Shopping zunehmend ihren Alltag.
RTLZWEI zeigt „Armes Deutschland – Stempeln oder abrackern?“ immer dienstags um 20.15 Uhr.


















































