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„Bares für Rares“: Fischbüchse wird zum Sensationsfund

"Bares für Rares"
ZDF / Frank Hempel

„Bares für Rares“ ist seit Jahren eine echte Institution im deutschen Fernsehen. Im ZDF erreicht die Trödelshow jeden Nachmittag sensationelle Quoten. Und manchmal sorgen einige Raritäten für Staunen bei den Händlern – so auch eine Fischbüchse in der neuen Folge der Sendung.

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Sabine und ihre Tochter Lara brachten einen außergewöhnlichen Silberfisch zu Horst Lichter (64). „Toll sieht der aus, aber ein bisschen groß für den Hals“, findet Horst Lichter und interpretiert den Fisch als Kettenanhänger. Damit liegt er jedoch falsch: „Es ist ja auch keine Schlaufe dran“, erklärt ihm Patrick Lessmann.

Ein silberner Fisch erweist sich als Goldgrube

Die Besamim-Büchse in Form eines silbernen Fisches haben sie im Nachlass von Sabines verstorbenem Stiefvater entdeckt. Zwar war das Stück sehr oxidiert, jedoch bekam es eine Politur und erstrahlte in neuem Glanz. Der Fisch fällt mit seinem polierten Kopf mit Mondstein-Augen sowie einem Korpus aus beweglichen Gliedern auf, schreibt die „Bild“. Anhand der Punzen kann man die Herkunft identifizieren: Patrick Lessmann ordnet das Stück der dänischen Stadt Tønder und dem Silberschmied Poul Hansen zu, der Ende des 18. bis Anfang des 19. Jahrhunderts tätig war.

Sabine wollte nun wissen, welchen Wert der geheimnisvolle Silberfisch hat. Experte Patrick Lessmann hat sofort erkannt, dass es sich dabei um eine Besamim-Büchse aus dem jüdischen Glauben handelt. Diese wurde am Ende des Sabbats verwendet, um wohlriechende Gewürze wie Myrte, Zimt oder Orangenschalen aufzubewahren.

Für die ungewöhnliche Rarität erhoffte sich Sabine einen Erlös von 250 bis 300 Euro, wie die „Bild“-Zeitung berichtet. Ein solches Objekt sieht man selten und Patrick Lessmann schätzt am Ende 800 bis 1.000 Euro. Im Händlerraum ist der Wert einer solchen Büchse offenbar bekannt. „Die kosten Geld“, meint Wolfgang Pauritsch und startet mit 250 Euro. Es beginnt ein Schlagabtausch zwischen den Händlern – Julian Schmitz-Avila bietet 900 Euro, Wolfgang Pauritsch bietet sogar 1.000 Euro.

Doch dieses Angebot will Julian Schmitz-Avila toppen und legt noch eine Schippe drauf: „Ich gebe Ihnen 1.200 Euro.“ Sabine freut sich: „Damit kommen wir ins Geschäft.“ Ein grandioses Ergebnis für das übersehene Stück aus dem Familiennachlass.

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