Christian Schertz zählt zu Deutschlands bekanntesten Medienanwälten. Die Promi-Liste seiner Kanzlei ist lang – von Günther Jauch, bis hin zu Ronaldo oder Till Landemann. Auch Christian Ulmen wird von dem Juristen vertreten.
Christian Schertz ist der bekannteste und gefürchtetste Medienanwalt der Republik. Seine Kanzlei „Schertz Bergmann“ am Ku’damm in Berlin vertritt zahlreiche große Namen – von Hollywood-Stars, bis hin zu Sängern, Politikern oder Fußballern. Zu seinen Mandanten zählt auch Christian Ulmen (50), welcher derzeit rechtlich gegen eine Berichterstattung im „Spiegel“ vorgeht.
Christian Schertz hat Till Lindemann vertreten
Der Anwalt wird von den einen geliebt und von den anderen gehasst. Im Jahr 2023 hat die Kanzlei den Rammstein-Star Till Lindemann (63) vertreten. Der Vorwurf: Zahlreiche junge Frauen wurden angeblich gezielt rekrutiert, um mit dem Sänger Sex zu haben. Gegen diese Vorwürfe ist die Kanzlei vorgegangen – und zwar mit Erfolg. Die Ermittlungen wurden eingestellt und Till Lindemann gilt strafrechtlich als unschuldig. Dennoch war der Fall noch lange im Gespräch, denn die Juristen wurden als „Täteranwälte“ beschimpft, wie aus der ARD-Dokumentation „Der Star-Anwalt: Christian Schertz und die Medien“ hervorgeht.
Christian Schertz war auch der Anwalt von Jan Böhmermann (45), als dieser vom türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan (72) wegen einer „Schmähkritik“ verklagt wurde. Der Fall erreichte mehrere Instanzen bis zum Bundesgerichtshof – damit wurde deutsche Rechtsgeschichte geschrieben.
Zudem spielte er im ersten #MeToo-Fall in Deutschland eine große Rolle. Er verteidigte geschädigte Frauen gegen den Regisseur Dieter Wedel (✝82). 2017 erwirkte er außerdem für Cristiano Ronaldo (41) eine einstweilige Verfügung gegen den „Spiegel“ wegen dessen „Football Leaks“-Berichterstattung. Im Berufungsverfahren vor dem OLG Hamburg nahm seine Kanzlei den Antrag jedoch wieder zurück, wie „t-online“ berichtet.
Günther Jauch geht regelmäßig gegen Artikel vor
Zu seinen Mandanten gehört auch Günther Jauch (69), welcher regelmäßig gegen Berichte in der Yellow Press vorgeht. Es ist bekannt, dass der „Wer wird Millionär?“-Moderator sein Privatleben strikt aus der Öffentlichkeit heraushält – und dennoch gibt es einige Magazine, welche über sein Privatleben berichten oder sogar Headlines regelrecht erfinden. Günther Jauch berichtet davon, dass „zweimal in der Woche etwas kommt, wo in mindestens 50 Prozent der Fälle dagegen geklagt werden muss.“ Als Beispiel wurde eine Schlagzeile genannt, in der es um eine angebliche „Krebsangst“ seiner Tochter gehe.
„Die Mission ist, Gerechtigkeit herzustellen, wenn nach meiner Auffassung jemand nicht verdient hat, in die Öffentlichkeit gezerrt zu werden mit Vorwürfen, die man ihm unterstellt, dann ist es meine Mission, das wegzubomben“, sagt Christian Schertz.
„Der Star-Anwalt: Christian Schertz und die Medien“ ist in der ARD-Mediathek abrufbar.

















































