Für Busfahrten auf Mallorca müssen Touristen bald deutlich mehr bezahlen. Beim öffentlichen Nahverkehr gibt es einen Aufschlag von 50 Prozent. Einheimische können Busse und Metro dagegen weiterhin kostenlos benutzen.
Fahrten mit dem öffentlichen Nahverkehr werden auf Mallorca ab 2026 deutlich teurer – aber nur für Touristen. Die Stadtverwaltung von Palma hebt den Preis für ein Busticket im städtischen Verkehr von zwei auf drei Euro an – das sei ein Aufschlag von 50 Prozent. Neben Touristen sind auch Zweithausbesitzer betroffen. Für Einwohner, welche auf der Balearen-Insel gemeldet sind, bleibt der Nahverkehr weiterhin kostenlos.
Touristen müssen ab 2026 deutlich mehr bezahlen
Die städtische Verkehrsgesellschaft EMT (Empresa Municipal de Transportes) begründet die Preissteigerung damit, dass die Betriebskosten seit 2019 um fast 44 Prozent gestiegen seien, wie die „Mallorca Zeitung“ berichtet. Der Preis für den Einzelfahrschein wurde zudem seit 2020 nicht mehr erhöht – „trotz des erheblichen Anstiegs der operativen Kosten.“
An die Entwicklung der tatsächlichen Kosten müssen die Fahrpreise angepasst werden. Denn nur so sei das Angebot überhaupt finanzierbar. Laut EMT ist der öffentliche Nahverkehr in Palma „strukturell defizitär“.
Auch der Beschluss, dass Residenten weiterhin gratis fahren, und die Umstellung auf neue Einheitskarte Tarjeta Única spielen eine Rolle. Das Angebot soll deutlich ausgeweitet werden – und sei demnach mit höheren Kosten verbunden. EMT ist für den Nahverkehr in Palma und der Region zuständig. 2024 wurden mehr als 60 Millionen Menschen auf 40 Linien transportiert.
















































