104 Spiele umfasst die Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko. Hinzu kommt die Zeitverschiebung: Die meisten Partien finden nach deutscher Zeit nachts statt. Das stellt die übertragenden Sender vor besondere Herausforderungen. KUKKSI hat bei ARD und ZDF nachgefragt, wie sie die Nachtspiele planen.
Es ist die wohl größte Fußball-Weltmeisterschaft aller Zeiten. An dem Turnier nehmen 48 Nationen teil, insgesamt 104 Spiele umfasst die Endrunde. Aufgrund der Zeitverschiebung finden die meisten Begegnungen für die Zuschauer in Deutschland nachts oder in den frühen Morgenstunden statt.
Rund 60 Spiele sind im Free-TV bei ARD und ZDF zu sehen. Die öffentlich-rechtlichen Sender planen zur Fußball-WM erneut eine umfangreiche Berichterstattung. Neben den Live-Übertragungen werden auch zahlreiche Dokumentationen und Hintergrundberichte im Programm zu finden sein.
Wie umfangreich die Berichterstattung ausfällt, zeigt sich bereits beim Eröffnungsspiel. Der Anpfiff der Partie zwischen Mexiko und Südafrika erfolgt am 11. Juni 2026 um 21 Uhr deutscher Zeit. Der Sender steigt jedoch bereits knapp vier Stunden zuvor in die Berichterstattung ein und sendet ab 17.15 Uhr live.

ZDF und Brand New Media
Doch nicht bei allen Spielen wird es eine derart ausführliche Begleitung geben. Eine besondere Herausforderung stellen vor allem die Partien in der Nacht dar. Da zu diesen Zeiten deutlich geringere Reichweiten zu erwarten sind als bei Spielen am Abend, haben die öffentlich-rechtlichen Sender ihr Konzept entsprechend angepasst.
ARD und ZDF passen ihr Sendekonzept bei den Nachtspielen an
„Die ARD sendet einige Spiele tief in der Nacht mit sehr kurzen Vor- und Nachläufen, jeweils zwischen fünf und 15 Minuten. Unsere ReporterInnen Christina Graf, Tom Bartels und Philipp Sohmer sowie unsere Co-KommentatorInnen Almuth Schult und Thomas Hitzlsperger begrüßen in wechselnden Konstellationen direkt vom Reporterplatz. Sie moderieren auf der Pressetribüne in eine sogenannte Com-Cam und gestalten auch die Halbzeitpause sowie den kurzen Nachlauf“, erklärt ARD-Sprecherin Swantje Lemenkühler auf KUKKSI-Nachfrage.
Auch beim ZDF haben wir nachgefragt. Sendersprecher Thomas Hagedorn lässt verlauten: „Das ZDF präsentiert die Live-Übertragungen der WM-Spiele aus dem ZDF-WM-Studio mit den Moderatoren Katrin Müller-Hohenstein und Jochen Breyer sowie der Experten Riege Christoph Kramer, Per Mertesacker, Friederike Kromp, Christian Streich sowie Schiedsrichter-Experte Thorsten Kinhöfer. Im ZDF-WM-Studio ist auch Publikum dabei. Das ZDF-WM-Studio mit umfassender Vor- und Nachberichterstattung ist in den mitteleuropäischen Abendzeiten auf Sendung.“

Katrin Müller-Hohenstein und Jochen Breyer – Foto: ZDF / Nadine Rupp
Nachts fährt das Zweite eine ähnliche Strategie wie die ARD. Die Vor- und Nachberichte fallen in der Nacht etwas kürzer aus: „Bei den WM-Übertragungen in der mitteleuropäischen Nacht übernehmen die Moderation der Sendungen Amelie Stiefvatter oder Alexander Ruda, die als Reporterinnen und Reporter in den WM-Stadien unterwegs sind. Während sie an den WM-Sendetagen, in denen die Live-Übertragungen aus dem ZDF-WM-Studio in Berlin präsentiert werden, als Interviewer/Reporter in dem jeweiligen Stadion im Einsatz sind, moderieren sie bei den Übertragungen in der Nacht die Spiele aus dem jeweiligen Stadion. Die Vor- und Nachläufe bei diesen Live-Übertragungen belaufen sich in der Regel auf jeweils 15 Minuten.“
Dennoch gilt: Auch wenn die Berichterstattung bei den Nachtspielen etwas kompakter ausfällt, informieren ARD und ZDF umfassend über die Fußball-WM. In ihren Magazinen berichten die Sender ausführlich über das Turnier und fassen die wichtigsten Höhepunkte und Highlights der Spiele zusammen.


















































