Nachdem ein Penis-Künstler in der „Stefan Raab Show“ die Verrenkungen seines besten Stücks präsentierte, prüfte die Niedersächsische Landesmedienanstalt (NLM) den Fall. Konsequenzen drohen dem Entertainer jedoch nicht.
Nach dem Auftritt eines Penis-Akrobaten in der „Stefan Raab Show“ hat die Niedersächsische Landesmedienanstalt (NLM) untersucht, ob die gezeigten Szenen möglicherweise gegen Jugendschutzbestimmungen verstoßen. Der Künstler, der unter dem Titel „The Puppetry of Penis“ seit vielen Jahren weltweit auftritt, formte mit seinem Penis verschiedene Figuren nach.
Der Auftritt wurde zur besten Sendezeit unverpixelt bei RTL ausgestrahlt. „Im Rahmen ihrer Bewertung wird die NLM insbesondere zu prüfen haben, ob der Auftritt über eine Geschmacklosigkeit hinaus auch entwicklungsbeeinträchtigende Inhalte enthält“, hieß es damals.
Landesmedienanstalt stellt Verfahren ein
Stefan Raab (59) und RTL müssen jedoch keine Konsequenzen befürchten – der Fall wurde zu den Akten gelegt. Auf Anfrage der „Katholischen Nachrichten-Agentur“ (KNA) teilte die NLM mit, dass das Verfahren eingestellt worden sei. Die Behörde verwies dabei auf die gesetzlich verbrieften „eingeräumten Grenzen des Beurteilungsspielraums“ der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen.
Gegenstand der Überprüfung war ausschließlich die Ausstrahlung im linearen Fernsehen bei RTL. Dort müssen Sendungen – insbesondere zur Primetime um 20.15 Uhr – für Zuschauerinnen und Zuschauer ab 12 Jahren geeignet sein. Für das Streamingportal RTL+ gilt hingegen eine Altersfreigabe ab 18 Jahren. Die dortige Verfügbarkeit war daher nicht Gegenstand der Untersuchung.
Der ungewöhnliche Auftritt sorgte im Netz zwar für große Aufmerksamkeit, doch nach einem starken Start gingen die Einschaltquoten laut „DWDL“ rasch zurück. RTL-Programmgeschäftsführerin Inga Leschek hält dennoch weiterhin an dem Format fest. In einem Interview mit dem „Spiegel“ erklärte sie: „Man braucht Menschen wie ihn, die für Gesprächsstoff sorgen. Besonders jetzt, da der Fernseh- und Streamingmarkt so fragmentiert ist wie noch nie. Wir müssen auffallen – und was Raab sich auch einfallen lässt, es löst Reaktionen aus.“ Nach einer Sommerpause soll die Late-Night-Show fortgesetzt werden.


















































