Wer den diesjährigen Eurovision Song Contest gewinnt, entscheidet sich an diesem Samstag. Doch schon im Vorfeld sorgt ein umstrittener Beitrag für reichlich Diskussionen und Zündstoff.
Das zweite ESC-Halbfinale am Donnerstag bot alles, was Fans an dem Musikwettbewerb lieben – große Emotionen, schrille Auftritte und spektakuläre Bühnenshows. Besonders ein Song sorgte dabei für Aufsehen: Die rumänische Sängerin Alexandra Căpitănescu (22) legte mit ihrem Titel „Choke Me“ (auf Deutsch etwa: „Würg mich“) eine provokante Bondage-Performance hin.
„Das hat jetzt so gescheppert in der Wiener Stadthalle“
ESC-Kommentator Thorsten Schorn (50) sagte nach dem Auftritt: „Das hat jetzt so gescheppert in der Wiener Stadthalle. Mir hat es das Glas vom Tisch gehauen.“ Die auffällige Performance zahlte sich offenbar aus: Die 22-Jährige schaffte den Sprung ins große ESC-Finale am Samstag.
Bereits im Vorfeld hatte der sogenannte „Würge-Song“ für kontroverse Diskussionen gesorgt. Aktivistinnen kritisierten den Titel als „gefährlich“ und „leichtsinnig“. Die Sängerin selbst weist die Vorwürfe jedoch zurück, mit ihrem Song eine Sexualpraktik zu verharmlosen. Aus Rumänien heißt es, der Titel sei metaphorisch zu verstehen und thematisiere emotionale Überforderung.
Alexandra Căpitănescu stammt aus Galați im Osten Rumäniens und verbindet zwei Welten, die auf den ersten Blick kaum zusammenpassen: Physiklabor und große Bühne. Neben ihrer Musikkarriere studiert die Sängerin im Master an der Fakultät für Physik in Bukarest, ihren Bachelorabschluss hat sie bereits in der Tasche. Ihre größte Leidenschaft gilt allerdings seit ihrer Kindheit der Musik. Schon im Alter von zehn Jahren begann sie mit Gesangs- und Klavierunterricht.
In Rumänien wurde sie landesweit bekannt, als sie 2023 die dortige Ausgabe von „The Voice“ gewann. Bereits bei den Blind Auditions brachte sie sämtliche Jury-Stühle zum Drehen. Am Ende setzte sie sich in der elften Staffel der Castingshow durch und veröffentlichte anschließend mehrere Singles. „Choke Me“ gilt als einer der umstrittensten Beiträge des diesjährigen Eurovision Song Contest – ob der Titel am Ende auch für den großen Sieg reicht, wird sich am Samstagabend zeigen.


















































