Gil Ofarim wurde am Sonntag bei „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ zum Dschungelkönig gekürt. Nun gibt der Hotelmitarbeiter Markus W. aus Leipzig erstmals ein Interview.
Am Sonntag wurde der Dschungelkönig gekürt: Gil Ofarim gewinnt die diesjährige Staffel von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“. Seine Teilnahme sorgte im Vorfeld für heftige Kritik. Denn der Musiker sorgte mit dem Davidstern-Skandal für Aufsehen.
Gil Ofarim erhob im Jahr 2021 Antisemitismus-Vorwürfe gegen einen Hotelmitarbeiter. Zwei Jahre später zog der Musiker die Behauptung vor Gericht zurück und gestand, gelogen zu haben. Gil Ofarim sprach im Dschungelcamp kaum über den Vorfall. Immer wieder behauptete er, dass es eine Verschwiegenheitserklärung gebe.
Während Gil Ofarim zum Dschungelkönig gekürt wurde, äußerte sich Hotelmitarbeiter Markus W. erstmals zu Wort. „Nun aber machte Herr Ofarim zweifelhafte Andeutungen. Das wirkt für mich sehr befremdlich, es ärgert mich massiv und ich frage mich auch: Ist es denn nie vorbei?“, sagt er in einem Interview mit der „Zeit“.
Zwar habe der Hotelmitarbeiter das Dschungelcamp nicht geschaut, jedoch habe er die Schlagzeilen verfolgt und sei mehrmals darauf angesprochen worden. Gil Ofarim hatte im Dschungelcamp behauptet, dass mit den Aufnahmen der Überwachungskameras etwas nicht stimmen könnte. „Es macht mich fassungslos“, sagt Markus W.
„Es gibt übrigens auch keinen Schweigedeal“
Der Hotelmitarbeiter stellt zudem klar: Es gibt gar keine Verschwiegenheitserklärung. „Es gibt übrigens auch keinen Schweigedeal oder eine Verschwiegenheitsverpflichtung, obwohl Herr Ofarim das nahelegt. Er kann über die Vorgänge in der Lobby sprechen. Das Einzige, was er nicht wiederholen darf, ist die Unwahrheit über mich. Er hat im Zuge des Vergleichs vor Gericht eine Unterlassungserklärung abgegeben. Das bedeutet, er darf nicht mehr sagen, dass ich ihn wegen des Tragens einer Davidstern-Kette des Hotels verwiesen hätte“, sagt er.
„Er inszeniert sich wie ein Opfer, obwohl ich das bin“
Dass Gil Ofarim jetzt Dschungelkönig wurde, kann der Hotelmitarbeiter nicht nachvollziehen. „Mir geht es nicht gut damit, wie er sich jetzt inszenieren konnte. Denn es hinterlässt bei mir den Eindruck, dass die öffentliche Wahrnehmung dieses Falles wieder kippt“, sagt er. Und fügt noch hinzu: „Die Staatsanwaltschaft hat Tatsachen ermittelt, die vor Gericht Bestand hatten. Gil Ofarim hat diese Tatsachen irgendwann bestätigt, indem er sich bei mir entschuldigte und das Video löschte. Nun habe ich den Eindruck, dass all das wieder infrage gestellt wird. Er inszeniert sich wie ein Opfer, obwohl ich das bin, und das ist schwer für mich.“


















































