An der Demo „Gegen sexualisierte digitale Gewalt – Solidarität mit allen Opfern“ haben mehrere tausend Menschen in Berlin teilgenommen. Zuvor hatte Schauspielerin Collien Fernandes zu dem Protest aufgerufen. KUKKSI war am Brandenburger Tor vor Ort.
Vor dem Brandenburger Tor in Berlin protestieren am Sonntag tausende Menschen für einen besseren Schutz von Frauen vor Gewalt. Die Schauspielerin Collien Fernandes (44) hatte dazu aufgerufen. Organisiert wurde der Protest von dem neu gegründeten Bündnis „Feminist Fight Club“. Die Veranstalter sprachen von rund 13.000 Teilnehmern, die Polizei von 6.700.
Bekannte Politikerinnen mischten sich ebenfalls unter die Demonstranten – dazu zählten etwa Saskia Esken (SPD), Ricarda Lang, Lisa Paus und Katrin Göring-Eckardt (alle Grüne). Auch Jette Nietzard, Henriette Held und Luis Bobga von der Grünen Jugend waren bei der Demonstration dabei.

KUKKSI
„Ich würde mich gerne nur ums Klima kümmern. Aber es geht nicht“
Zu den bekannten Rednerinnen gehörte auch Klimaaktivistin Luisa Neubauer. „Es ist ein so entscheidendes Zeichen, dass wir keine Sekunde Ruhe geben“, sagte sie in ihrer Rede. „Ich würde mich gerne nur ums Klima kümmern. Aber es geht nicht. Nicht in dieser Gesellschaft und dieser Zeit und bei diesen Männern“, erklärte sie weiter.
Wenn Luisa Neubauer auf Demonstrationen gehe, bräuchte sie Personenschutz. Denn die Bedrohungen von Männern haben zuletzt stark zugenommen. Gemeinsam mit Schauspielerin Luisa-Céline Gaffron zeigte sich Luisa Neubauer nach ihrer Rede vor den Kameras der Fotografen.

KUKKSI
„Collien Fernandes ist kein Einzelfall“
Vor Ort hat sich KUKKSI bei einigen Teilnehmern umgehört. „Die Gesetze müssen geändert werden! Denn Collien Fernandes ist kein Einzelfall“, sagte uns eine Demonstrantin. „Die Politik schläft. Erst durch so einen Fall mit Collien Fernandes werden Politiker darauf aufmerksam, dass zu Deepfakes ein Gesetz fehlt. Das ist armselig“, erklärt eine weitere Teilnehmerin gegenüber KUKKSI. Und ein männlicher Besucher meint: „Ich schäme mich für andere Männer. Wie kann man Frauen nur so etwas antun?“


















































