Am Sonntagabend wird Collien Fernandes zu Gast in der ARD-Talksendung „Caren Miosga“ sein. Thema der Sendung ist digitale Gewalt und wie Frauen besser geschützt werden können. Die Schauspielerin hat kürzlich auf einer Demo verlauten lassen, dass sie Morddrohungen erhalte. Trifft der öffentlich-rechtliche Sender aufgrund der prekären Situation besondere Sicherheitsmaßnahmen? KUKKSI hat bei der Redaktion von „Caren Miosga“ nachgefragt.
Sowohl in Berlin als auch in Hamburg fanden Kundgebungen statt. Die Teilnehmer forderten mehr Schutz für Opfer sexualisierter Gewalt. Collien Fernandes (44) hatte ihren Auftritt auf einer Demo in Hamburg wegen „ernsthafter Sicherheitsbedenken“ zunächst abgesagt. Dann ist die Schauspielerin doch aufgetreten und hielt eine kurze Rede. Dabei trug die Schauspielerin eine schusssichere Weste.
„Ich stehe jetzt hier mit einer schusssicheren Weste und Polizeischutz“
„Ich stehe jetzt hier mit einer schusssicheren Weste und Polizeischutz, weil ich Morddrohungen bekomme“, sagte die 44-Jährige auf der Bühne. „Ich glaube, dass oft unterschätzt wird, was so was mit einem macht. Was es auf der emotionalen Ebene bedeutet“, so Collien Fernandes. Weiter betonte sie: „Da muss man sich nicht mehr wundern, dass so viele Frauen einfach auch den Mut nicht haben, rauszugehen und zu sagen, dieses und jenes wurde mir angetan.“
Trifft der Sender besondere Sicherheitsmaßnahmen?
Nun hat Collien Fernandes ihren nächsten öffentlichen Auftritt – und zwar in dem ARD-Talk „Caren Miosga“. Im Normalfall ist in der Sendung Publikum vor Ort. Trifft der öffentlich-rechtliche Sender aufgrund der prekären Lage um Collien Fernandes nun besondere Sicherheitsmaßnahmen? „Zur Sicherheit im Studio äußern wir uns grundsätzlich nicht öffentlich und im Detail – das entspricht einem Grundprinzip professionellen Sicherheitsmanagements: Sicherheitsmaßnahmen verlieren ihre Wirksamkeit, wenn sie öffentlich bekannt sind“, sagt Pressesprecher Stephan Clausen auf KUKKSI-Nachfrage.
Weiter heißt es in dem Statement: „Grundsätzlich gilt aber: Da die Sendung ,Caren Miosga‘ regelmäßig hochrangige Persönlichkeiten aus Politik, Gesellschaft und Öffentlichkeit – Bundesministerinnen und -minister, Regierungsmitglieder und internationale Gäste – empfängt, gelten für alle Sendungen ohnehin umfassende Sicherheitsstandards, die den besonderen Anforderungen eines live ausgestrahlten Politikformats entsprechen. Diese Standards gelten selbstverständlich für alle Beteiligten – Gäste, Studiopublikum und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gleichermaßen.“
Darum geht es bei „Caren Miosga“
Das Thema der neuen Ausgabe von „Caren Miosga“ lautet „Digitale Gewalt – wie können Frauen besser geschützt werden?“ Collien Fernandes setzt sich seit Jahren öffentlich mit dem Thema digitale sexualisierte Gewalt auseinander – ihr Fall hat die Debatte darüber und die Schutzlücken im deutschen Recht nun neu entfacht.
Digitale Gewalt, wozu unter anderem Identitätsbetrug im Netz aber auch sogenannte sexualisierte Deepfakes gehören, betrifft weltweit Hunderttausende und richtet sich vor allem gegen Frauen. Neben Collien Fernandes sind bei „Caren Miosga“ auch die Bundesjustizministerin Stefanie Hubig sowie Ronen Steinke (Leitender Redakteur Rechtspolitik, „Süddeutsche Zeitung“) zu Gast.
„Caren Miosga“ läuft am 29. März 2026 um 21.45 Uhr im Ersten.


















































