Am zweiten Tag der Fußball-Weltmeisterschaft ist auch die ARD in das Turnier eingestiegen. Bastian Schweinsteiger ist erneut als Experte vor Ort im Einsatz – und zeigt sich direkt kritisch gegenüber einer neuen Regel bei der WM.
Esther Sedlaczek (40) und Bastian Schweinsteiger (41) führen für die ARD durch die Fußball-Weltmeisterschaft. Beim Gruppenspiel zwischen Co-Gastgeber Kanada und Bosnien-Herzegowina (1:1) standen die beiden erstmals gemeinsam vor der Kamera.
Das Duell zwischen Kanada und Bosnien-Herzegowina bot nur wenige sportliche Höhepunkte. Für Gesprächsstoff sorgten stattdessen einige Neuerungen, die bei dieser Weltmeisterschaft eingeführt wurden und teilweise für Verwunderung sorgen. Über die neuen Regeln ärgern sich nicht nur zahlreiche Fans, sondern auch TV-Experte Bastian Schweinsteiger. Besonders kritisch äußerte sich der ehemalige Nationalspieler zu den neu eingeführten Trinkpausen.
Bastian Schweinsteiger sieht Trinkpausen teilweise kritisch
„Das hat mich ein bisschen gestört, es sind ja nicht 40 Grad und Luftfeuchtigkeit bei 100. Und dann machen die da Pausen“, sagt Bastian Schweinsteiger. Und weiter: „Sie spritzen den Rasen, dadurch verändert es sich schon ein bisschen. Du musst dich als Spieler neu orientieren. Ich habe gemerkt, das Passspiel war nach diesen Pausen holprig. Ich finde die Idee nicht gut, dass man den Platz dann noch mal so sehr nass macht.“
Hintergrund für die Trinkpausen ist laut Medienberichten auch ein finanziell attraktiver Vermarktungsslot. Demnach können TV-Sender in einigen Ländern während der kurzen Unterbrechungen Werbespots ausstrahlen. In Deutschland ist das jedoch anders geregelt: Da die Fußball-Weltmeisterschaft bei den öffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF übertragen wird, ist Werbung nach 20 Uhr nicht erlaubt.
Grundsätzlich hält Bastian Schweinsteiger Spielunterbrechungen bei extremen Wetterbedingungen für sinnvoll. Allerdings sieht er die Voraussetzungen in diesem Fall nicht erfüllt. „Wenn es hier 50 Grad hat und die Luftfeuchtigkeit hat, in Houston zum Beispiel, ist das schon okay. So heiß war es nicht, diese Regel ist schon ein bisschen fragwürdig“, erklärt der TV-Experte.
Auch die Spieler auf dem Platz wirkten offenbar überrascht, als während der Trinkpause plötzlich die Wassersprenkler auf dem Rasen aktiviert wurden. Zwar ist das Bewässern des Spielfelds grundsätzlich nichts Ungewöhnliches, während einer laufenden Partie jedoch schon. In der Regel wird der Rasen vor dem Anpfiff oder in der Halbzeit gewässert, um optimale Spielbedingungen zu schaffen.


















































