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Anwalt relativiert Fall von Gil Ofarim mit Totschlägerin Ingrid van Bergen

Gil Ofarim im Dschungelcamp-Finale
RTL

Gil Ofarim hat die diesjährige Staffel von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ gewonnen und wurde am vergangenen Sonntag zum Dschungelkönig gekürt. Sein Sieg in der RTL-Show sorgte aufgrund des Davidstern-Skandals für heftige Kritik. Nun hat sein Anwalt Dr. Alexander Stevens den Fall mit Totschlägerin Ingrid van Bergen verglichen. 

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Selten hatte ein Dschungelcamp-Sieger so sehr polarisiert, wie Gil Ofarim (43) in diesem Jahr. Während der gesamten Staffel spielte der Davidstern-Skandal aus dem Jahr 2021 eine Rolle. Dazu wollte sich der Musiker jedoch nur selten äußern. Nun hat sich sein Anwalt Dr. Alexander Stevens bei Instagram zu Wort gemeldet und zieht Vergleiche zwischen Gil Ofarim und Ingrid van Bergen (†94).

Ingrid van Bergen, welche im vergangenen Jahr verstorben ist, hat das Dschungelcamp im Jahr 2009 gewonnen. Genau wie Gil Ofarim stand auch Ingrid van Bergen vor Gericht. Doch es gibt dabei Unterschiede: Gil Ofarim wurde weder verurteilt, noch freigesprochen – das Verfahren wurde gegen eine Geldzahlung schlichtweg eingestellt. Bei Ingrid van Bergen sieht das schon anders aus: Die Schauspielerin wurde wegen Totschlags verurteilt.

Hintergrund: Im Jahr 1977 hat Ingrid van Bergen ihren Geliebten in einer Villa erschossen. Die Schauspielerin wurde daraufhin zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren verurteilt. Nachdem sie ihre Strafe zu zwei Dritteln verbüßt hatte, konnte sie die JVA Aichach in Bayern auf Bewährung verlassen.

„Die aktuellen Schlagzeilen sind ein Lehrstück in Bigotterie“

Dr. Alexander Stevens kann die Kritik an dem Dschungelcamp-Sieg von Gil Ofarim nicht nachvollziehen. Denn mit dem Musiker wird in der Öffentlichkeit härter umgegangen, als mit der verurteilten Totschlägerin Ingrid van Bergen und hat dazu Vergleiche gezogen. „Die aktuellen Schlagzeilen sind ein Lehrstück in Bigotterie. Eine verurteilte Totschlägerin wird retrospektiv beinahe rehabilitiert, während ein Verfahren wegen eines Äußerungsdelikts – also eines kommunikativen Fehlverhaltens, kein Gewaltverbrechen – zur moralischen Endlosschleife aufgeblasen wird“, schreibt Dr. Alexander Stevens bei Instagram.

Weiter verlautet der Anwalt: „Das eine: ein vollendetes Tötungsdelikt. Das andere: ein eingestelltes Verfahren mit strafrechtlich überschaubarer Dimension. Wer hier Gleichmaß (proportionale Bewertung) vermissen lässt, verwechselt Empörung mit Gerechtigkeit. Strafrecht kennt Maßstäbe. Die Öffentlichkeit offenbar nicht immer.“

Instagram-Post löst heftige Debatte aus

Der Post von Dr. Alexander Stevens löste in dem sozialen Netzwerk eine heftige Debatte aus. Die meisten Follower meinen jedoch: Es gehe nicht um den Fall als solches, sondern um das Verhalten danach. Denn während Ingrid van Bergen ihre Tat öffentlich bereut hat und offen darüber auch im Dschungelcamp sprach, schwieg Gil Ofarim vorwiegend. Die Fälle ließen sich zudem nicht vergleichen – weder aus moralischer, noch aus juristischer Sicht.

„Ihnen ist schon klar, dass es NICHT darum geht, was Gil getan hat. Sondern darum, wie er damit umgeht … sein ständiges Suggerieren, dass er unschuldig sei, dass alles anders wäre usw. Ingrid hat sich da hingesetzt und ECHTE Reue gezeigt, sie erzählte, dass sie das bis heute beschäftigt. Dass sie davon nachts träumt usw. Sie hat REUE gezeigt. Das hat Gil NICHT getan“, schreibt ein User bei Instagram.

„Der Unterschied ist der Umgang damit. Ingrid van Bergen hat über die Tat gesprochen, sich geöffnet, nicht geleugnet und verdreht, was eigentlich passiert ist“, heißt es in einem anderen Kommentar.  „Ingrid van Bergen hat ihre Strafe lange Zeit vorher abgesessen, und sich nicht eine Minute als Opfer inszeniert! Und, war nicht eine Minute manipulativ. Sie hat ganz klar ihre Schuld eingestanden und sich auch im Dschungel darüber so geäußert! Ein riesen Unterschied!“, so ein weiterer Follower.

Die Meinungen gehen weit auseinander. Denn neben den kritischen Kommentaren gibt es auch Zuspruch für Dr. Alexander Stevens. „Vielen lieben Dank für Ihre Bemühungen, die absolut berechtigt sind. Das ist absolut nicht in Ordnung, was die Menschen mit Gil machen“, meint ein User. „Vielen Dank. Diese Hetzjagd gegen Herrn Ofarim ist unerträglich“, lauten die Worte in einem weiteren Kommentar.

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