Horst Lichter ist aus der deutschen TV-Landschaft nicht wegzudenken. Vor allem mit der Trödelshow „Bares für Rares“ ist er extrem erfolgreich. Doch vor seiner ZDF-Karriere war die bekannte Persönlichkeit in einem Gespräch mit einem anderen Sender – und bekam eine bittere Abfuhr.
„Bares für Rares“ ist eines der erfolgreichsten ZDF-Formate überhaupt. Der Schnauzer ist sein Markenzeichen, seine ausgefallenen Outfits gehören einfach zu ihm: Ausgerechnet der unverwechselbare Look von Horst Lichter (64) kam zu Beginn seiner Karriere bei RTL überhaupt nicht gut an. Dort hatte er sich nämlich vor seiner Zeit beim ZDF beworben.
Lange bevor Horst Lichter zu einem der bekanntesten Gesichter des ZDF wurde, musste auch er um seinen Platz vor der Kamera kämpfen. Eine große Chance bot sich damals bei RTL: Der Privatsender lud ihn zu einem Casting für eine Kochsendung im Frühstücksfernsehen ein.
Zunächst sah alles nach einem Erfolg aus. „Alles war schön. Nach zwei Wochen krieg ich die Einladung, ich soll wiederkommen“, erzählt Horst Lichter bei „Inas Nacht“. Beim nächsten Treffen gab es sogar überschwängliches Lob: „Herr Lichter, also ganz ehrlich, Sie waren der Beste. Alle Leute waren begeistert“, erinnert sich der 64-Jährige an die Worte der Verantwortlichen. Doch dann kam der große Haken.
RTL störte sich an Dialekt und Schnauzer
Trotz seiner überzeugenden Leistung hatte der Sender offenbar zwei Bedingungen. Horst Lichter sollte zunächst eine Rhetorikschule besuchen und an seiner Aussprache arbeiten. „Mit dem Dialekt, das geht nicht“, habe man ihm erklärt.
Und auch sein berühmter Schnurrbart störte die Verantwortlichen. Der sei „Old Style“ und damit zu altmodisch fürs Fernsehen. Ausgerechnet jenes Markenzeichen, ohne das man sich Horst Lichter heute kaum noch vorstellen kann, sollte verschwinden.
Doch der TV-Koch dachte gar nicht daran, sich für den Job zu verbiegen. „Also wenn ich eine lange blonde Perücke kriege, dann mach ich’s“, scherzte er damals. Letztendlich blieb Lichter konsequent: „Nein, dann geh‘ ich!“
„Dann werden Sie halt so Regionalliga bleiben“
Zum Abschied kassierte Horst Lichter noch eine ziemlich bittere Prognose. „Tja, Herr Lichter, schade. Dann werden Sie halt so Regionalliga bleiben. Aber dann sind Sie nichts für die Bundesliga im Fernsehen“, hätten ihm die Verantwortlichen erklärt.
Doch bekanntlich kam alles ganz anders. Horst Lichter blieb seinem Stil treu und startete trotzdem eine erfolgreiche TV-Karriere. Heute gehört er mit „Bares für Rares“ zu den bekanntesten Moderatoren Deutschlands. Von „Regionalliga“ kann längst keine Rede mehr sein.















































