Gloria-Sophie Burkandt spricht so offen wie nie über die dunkelste Zeit ihres Lebens. Die Tochter des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder berichtet in der ProSieben-Doku „Born Famous“ von Mobbing, das sie schließlich in die Magersucht trieb.
Auch die Bekanntheit ihres Vaters Markus Söder (59) konnte Gloria-Sophie Burkandt (27) nicht vor den Erfahrungen schützen, die sie in ihrer Schulzeit machen musste. In der ProSieben-Doku „Born Famous“ erzählt die 27-Jährige unter Tränen von den schweren Erlebnissen.
„In der Schulzeit wurde ich geschlagen“
„In der Schulzeit wurde ich geschlagen“, sagt Gloria-Sophie Burkandt. Aus Angst vor weiteren Angriffen trug sie sogar Schienbeinschoner unter ihrer Kleidung. Mit 20 Jahren entwickelte sie eine Magersucht. „Von heute auf morgen wollte ich nichts mehr essen“, berichtet sie. Und weiter: „Ich wollte super-schlank sein.“ Zeitweise brachte sie bei einer Körpergröße von 1,85 Metern nur noch 59 Kilogramm auf die Waage.
„Ich wurde immer dünner, aß gefühlt nur alle zwei Monate“
Bereits im Jahr 2023 sprach Gloria-Sophie Burkandt im Interview mit der „Bild“ über ihre Essstörung. „Ich wollte lieber sterben, als mich immer weiter selbst abzulehnen. Ich wurde immer dünner, aß gefühlt nur alle zwei Monate. Hunger war das einzige Gefühl, das ich noch spüren konnte. Ich empfand überhaupt keine Freude mehr“, sagte sie damals. Die Sorgen ihrer Familie habe sie in dieser Zeit völlig ausgeblendet: „Wenn du in deiner Magersucht bist, dann siehst du auch alles andere nicht.“
Den Weg aus der Krankheit schaffte Gloria-Sophie Burkandt nicht allein. Ihr damaliger Freund habe ihr dabei geholfen. „Der hat dann für mich zum Beispiel gekocht. Und dann hat es so gut geschmeckt, dass ich dann irgendwie doch wieder zu essen angefangen habe“, erzählt sie.
In der ProSieben-Doku „Born Famous“ spricht Gloria-Sophie Burkandt außerdem über das Leben als Tochter eines der bekanntesten Politiker Deutschlands sowie über ihren eigenen Weg als Model und Autorin. Dabei macht sie deutlich, dass sie sich von dem prominenten Nachnamen lösen möchte. „Ich würde gerne als Gloria Sophie wahrgenommen werden, nicht als ‚Tochter von …‘“, sagt Gloria, die heute als Model und Autorin arbeitet.
Aufgewachsen ist sie bei ihrer alleinerziehenden Mutter, weil Markus Söder als Politiker beruflich stark eingespannt war. Vorwürfe macht sie ihrem Vater deshalb nicht. „Es wäre egoistisch zu sagen, mein Vater soll alles hinschmeißen und mehr Zeit mit mir verbringen.“
Auch Markus Söder äußert sich in der Dokumentation zu den Herausforderungen, mit denen seine Tochter konfrontiert ist. „Jeder, der in der Öffentlichkeit steht und eine Position hat, polarisiert mit seiner Position.“ Gloria hat daraus ihre eigenen Schlüsse gezogen: „Ich lebe mein Leben selbstständig und das ist ganz wichtig für die eigene Identität.“
HINWEIS DER REDAKTION | Du leidest selber an einer Essstörung oder kennst jemanden, der davon betroffen ist? Unter der Nummer 0221 – 89 20 31 oder unter www.bzga-essstoerungen.de finden Betroffene schnell Hilfe.

















































