Nach der laufenden Saison ist Schluss mit „Immer wieder sonntags“ – und damit endet zugleich ein prägendes Kapitel im deutschen Unterhaltungsfernsehen. Stefan Mross führte rund zwei Jahrzehnte durch die ARD-Show und sorgte dabei für unzählige Momente, über die das Publikum lachen, staunen oder mitfiebern konnte. Ein Vorfall dürfte vielen Fans allerdings ganz besonders im Gedächtnis geblieben sein.
Im Jahr 2014 nahm eine Live-Ausgabe plötzlich eine dramatische Wendung. Stefan Mross (50) hatte während der Sendung bei einer Show-Aktion eine besonders scharfe Currywurst gegessen. Kurz darauf machte sein Kreislauf schlapp. Aus dem eigentlich unterhaltsamen Programmpunkt wurde binnen weniger Minuten eine ernste Situation: Der Moderator musste noch während der laufenden Sendung medizinisch versorgt werden.
Im weiteren Verlauf der Sendung verschlechterte sich der Gesundheitszustand des Moderators zunehmend. Schließlich musste Stefan Mross die Live-Show abbrechen. Wie der „Spiegel“ damals berichtete, soll der Moderator sogar kurzzeitig bewusstlos gewesen sein.
Guido Cantz hielt alles zunächst für einen Scherz
Zu den Gästen der Sendung gehörte damals auch Entertainer Guido Cantz (54). Zunächst glaubte er allerdings nicht, dass tatsächlich ein Notfall vorlag. „Ich dachte: Alles klar, Freunde, ich bin blond, aber nicht blöd“, erinnerte sich der 54-Jährige später in der MDR-Talkshow „Riverboat“. Da dieselbe Redaktion auch hinter dem Format „Verstehen Sie Spaß?“ stehe, sei er zunächst davon ausgegangen, selbst Teil eines Streichs zu sein.
Erst als die Situation immer ernster wurde, erkannte Guido Cantz, dass es sich nicht um einen Scherz handelte. Kurzerhand sprang er als Moderator ein und führte die Live-Sendung bis zum Ende fort.
Wenig später meldete sich Stefan Mross auf Facebook selbst zu Wort und gab Entwarnung. „Mir ging’s wirklich sauschlecht, weil ich anscheinend allergisch auf das scharfe Zeug reagiert habe. Die Notärzte wussten keinen Rat und so wurde ich so schnell wie möglich in das Krankenhaus gefahren“, schrieb der Moderator. An die dramatischen Minuten könne er sich selbst kaum erinnern: „Von diesen Vorgängen weiß ich aber nichts mehr.“ Rund eine halbe Stunde lang sei er nach eigenen Angaben „außer Gefecht“ gewesen.
„Das war nicht tralalala“
Später sprach Stefan Mross auch im Interview mit dem „Stern“ ausführlich über den dramatischen Zwischenfall. Nach seinen Schilderungen musste er sich zunächst übergeben, bevor ihm schwarz vor Augen wurde. Trotz mehrerer Spritzen gelang es den Notärzten zunächst nicht, seinen Blutdruck zu stabilisieren. Schließlich wurde der Moderator mit Blaulicht in ein Krankenhaus gebracht und dort auf der Intensivstation behandelt – ausgelöst durch eine Currywurst. Erst rund vier Stunden später kam er nach eigenen Angaben wieder zu sich. Rückblickend sagte er über den Vorfall: „Das war nicht tralalala.“
„Wir hatten eine Superquote – wegen einer Wurst“
Seinen Humor verlor Stefan Mross trotz des Schocks nicht. Bereits auf dem Heimweg scherzte er: „Vielleicht esse ich unterwegs mal eine gute Currywurst!“ Der außergewöhnliche Vorfall ging später als „Currywurst-Gate“ in die Geschichte der Sendung ein. Auch Guido Cantz blickte mit einem Augenzwinkern darauf zurück: „Wir hatten eine Superquote – wegen einer Wurst“, sagte er.

















































