Sein berühmter Blackout im WM-Finale 2014 prägte das öffentliche Bild des heutigen TV-Experten Christoph Kramer nachhaltig. Heute blickt der Weltmeister sogar mit einer gewissen Dankbarkeit auf den Vorfall zurück. Bei der Fußball-WM 2026 ist er erneut für das ZDF als Experte im Einsatz.
Beim WM-Finale 2014 gegen Argentinien erlitt Christoph Kramer (35) nach einem heftigen Zusammenprall mit Ezequiel Garay (39) eine Gehirnerschütterung und spielte zunächst weiter. Doch der damalige DFB-Profi war völlig desorientiert. An das Endspiel kann er sich bis heute teilweise nicht erinnern. Nach rund 30 Minuten wurde er aufgrund der Gehirnerschütterung ausgewechselt.
Nach dem Vorfall richtete Christoph Kramer einige bemerkenswerte Worte an den italienischen Schiedsrichter Nicola Rizzoli (54). Dieser erinnerte sich später an die Szene: „Nach dem Schlag, den Christoph Kramer von Garay bekommen hatte, kam Kramer zu mir und fragte: ‚Schiri, ist das das Finale?‘ Ich dachte, er macht einen Witz, und sagte, er soll die Frage wiederholen. Da sagte er: ‚Ich muss wissen, ob das wirklich das Finale ist.‘ Ich sagte verblüfft ‚Ja‘, und er antwortete: ‚Danke, das war wichtig, das zu wissen. Ich habe Bastian Schweinsteiger informiert, und Kramer ist ersetzt worden‘“, erklärte der Schiedsrichter damals laut Medienberichten.
„Mich bringt jeder mit dieser Geschichte im WM-Finale in Verbindung“
Die kuriose Szene ging um die Welt und gehört bis heute zu den denkwürdigsten Momenten der deutschen WM-Geschichte. Heute ist Christoph Kramer bewusst, dass die Situation damals durchaus gefährlich war. Dennoch ist er dem Vorfall in gewisser Weise dankbar. „Wir müssen nicht darüber reden. Mich bringt jeder mit dieser Geschichte im WM-Finale in Verbindung“, erklärte der Kicker im Jahr 2022 im Podcast „Apokalypse & Filterkaffee“ mit Micky Beisenherz (48).
Und weiter: „Rein medial gesehen war das super für mich. Das ist eine coole Geschichte. Dadurch ist mein Bekanntheitsgrad auf jeden Fall deutlich höher geworden. Ich würde sogar so weit gehen und sagen: Wenn ich diese Geschichte nicht erlebt hätte, dann wäre ich heute zum Beispiel kein ZDF-Experte. Da bin ich mir relativ sicher. Von daher war das medial gesehen ein Glücksfall für mich.“
Christoph Kramer fügte außerdem hinzu: „Die Witze werden nicht lustiger, aber wenn du bei allen Menschen in den Köpfen mit dem WM-Finale in Verbindung gebracht wirst, ist das mit das Beste, was es für einen Fußballer gibt. Deswegen ist das völlig okay. Aus rein sportlicher Sicht: Ich war an dem Tag echt gut drauf und hätte auch gerne noch etwas länger gespielt, weil ich ein WM-Finale wahrscheinlich auch nicht mehr so häufig spielen werde. Aber so wie es gekommen ist, kaufe ich es.“


















































