Bei „Wer wird Millionär?“ können Kandidaten abräumen – oder empfindliche Rückschläge hinnehmen. Einen besonders bitteren Moment erlebte Alexander Brandl in der RTL-Show.
Im Oster-Special der Show sorgt ein besonderes Konzept für Überraschung: Die Kandidaten werden von Freunden oder Familienmitgliedern angemeldet und wissen im Vorfeld nichts von ihrem Glück – oder Pech. So auch Reiner Spänkuch, der dabei TV-Geschichte schrieb: Mit 91 Jahren war er der bislang älteste Teilnehmer des Quizklassikers.
Auch Alexander Brandl nahm im Oster-Special auf dem Ratestuhl Platz. Seine Schwiegereltern hatten ihn heimlich angemeldet – mit einem durchaus eigennützigen Motiv: Sie wollten erreichen, dass er endlich aus ihrem Haus auszieht. Der Grund: Überall stapeln sich Kartons, und in den eigenen vier Wänden herrscht chaotischer Ausnahmezustand – sehr zum Leidwesen der Familie.
„Wir brauchen Hilfe – und wir haben Hoffnung, dass Sie uns helfen können“
„Wir brauchen Hilfe – und wir haben Hoffnung, dass Sie uns helfen können“, berichten seine Schwiegereltern. „Unser Schwiegersohn Alexander, ein total netter und liebenswerter Mensch, renoviert gemeinsam mit unserem Sohn ein altes Winzerhaus direkt neben uns – leider mit sehr optimistischem Zeitplan.“
„Mit seinen gesamten Möbeln und gefühlt 100 Umzugskartons“ sei er aus seiner Wohnung ausgezogen und bei seinen Schwiegereltern ein. Geplant waren acht Monate – inzwischen ist jedoch bereits mehr als ein Jahr vergangen. Die Situation beschreibt die Schwiegermutter eindringlich: „In unserer Garage stehen keine Fahrzeuge mehr, sondern Möbel und Umzugskartons.“ Auch der Schwiegervater macht die Lage deutlich: „Das Gästezimmer sieht aus wie ein Logistikzentrum – und auch jedes weitere Fleckchen im Haus ist zugestellt.“
Die Hoffnung der Schwiegereltern: ein hoher Gewinn bei „Wer wird Millionär?“, der ihrem Schwiegersohn den Auszug erleichtern könnte. Doch es kam anders. In der Sendung entwickelte sich eine Situation, wie sie selbst Moderator Günther Jauch (69) nur selten erlebt: Die Reise bei „Wer wird Millionär?“ war praktisch beendet, bevor sie richtig begonnen hatte.
Zwar beantwortete Alexander Brandl die ersten Fragen korrekt, doch bereits bei der 2.000-Euro-Frage scheiterte er. Moderator Günther Jauch wollte wissen, wie die ehemalige Hauptstadt des Freistaats Schaumburg-Lippe heißt. Zur Auswahl standen Backeburg, Bückeburg, Knackeburg und Knickeburg.
Alexander Brandl geht auf Risiko – und fällt tief
Unsicher entschied sich der Kandidat für das Risiko. „Das traue ich mir jetzt einfach mal. A – Backeburg“, sagt er. Obwohl Günther Jauch ihn darauf hinweist, dass ihm noch alle vier Joker zur Verfügung stehen – ein möglicher Hinweis, dass er damit falsch liegen könnte. Alexander Brandl bleibt jedoch bei seiner Antwort. Die Entscheidung erweist sich als folgenschwerer Fehler: Richtig wäre Bückeburg gewesen. Statt eines höheren Gewinns fällt er auf 500 Euro zurück.
Damit rückt auch der erhoffte Auszug vorerst in weite Ferne. „Das wird schwierig mit dem Ausziehen“, sagt Günther Jauch. Der Kandidat zeigt sich dennoch optimistisch: „Wir finden eine Lösung. Muss ich jetzt mehr selbst anpacken. Wir kriegen das hin.“


















































