Nach einem Beitrag über Dschungelcamp-Kandidat Gil Ofarim in der „Stefan Raab Show“ werden Vorwürfe laut. RTL hat reagiert und einen entsprechenden Clip gelöscht.
Schwerer Antisemitismus-Vorwurf gegen die Sendung von Stefan Raab, welche auch noch ausgerechnet am Holocaust-Gedenktag am 27. Januar 2026 lief. In einem Einspieler wurde dem umstrittenen Dschungelcamper Gil Ofarim (43) ein „Betrüger-Gen“ unterstellt. Dieses habe er seinem „Onkel Samuel zu verdanken“ – jedoch gebe es laut der „Bild“-Zeitung in der Familie gar keinen Onkel Samuel.
„Leute, hat sich da die Redaktion wirklich einen Onkel von Gil Ofarim ausgedacht, mit einem für sie besonders jüdisch klingenden Vornamen, also Samuel, um dann von einem jüdischen Betrüger-Gen zu sprechen, als wären wir nicht bei RTL, sondern in dieser Präsentation der Hitlerjugend aus den 1930er Jahren?“, wettert Autorin Susanne Siegert bei Instagram.
„Das sind keine Witze, sondern Nazi-Propaganda und Antisemitismus“
„Das sind keine Witze, sondern Nazi-Propaganda und Antisemitismus“, prangert sie weiter an. Auch zahlreiche andere TV-Stars melden sich in den Kommentaren zu Wort. „Überrascht mich leider null. Antisemitismus ist nicht nur wieder salonfähig, es entwickelt sich auf allen Ebenen in Richtung: Comeback der 1930er“, schreibt etwa Ruth Moschner.
Das sagt RTL dazu
Und was sagt RTL dazu? „Der Beitrag setzt sich mit der Person Gil Ofarim und seinem öffentlichen Auftreten im Kontext der bekannten Betrugsvorwürfe auseinander, insbesondere mit der von ihm selbst erhobenen und später widerlegten Behauptung eines antisemitischen Vorfalls. Anlass für die humoristisch überspitzte Befassung mit seiner Person war ausschließlich dieses Verhalten und die mediale Inszenierung der eigenen Person. Im Rahmen der Sendung wurden alle Dschungelcamp-Teilnehmenden dem Zuschauer satirisch nähergebracht; hierzu kamen bewusst überzeichnete, fiktionale und teils absurde Bilder und Geschichten zum Einsatz“, erklärte ein Sendersprecher in der „Bild“.
In dem Statement heißt es weiter: „RTL weist jede Form von Antisemitismus entschieden zurück. Zugleich sehen wir ein, dass der Einspieler zu Missverständnissen führen konnte. Vor diesem Hintergrund nehmen wir den Beitrag offline und werden künftige Inhalte noch sensibler daraufhin prüfen, welche Deutungen sie ermöglichen.“


















































