Plötzlich ging nichts mehr! Eine gefährliche Sicherheitslücke sorgt weltweit für Alarmstimmung. Behörden, Unternehmen und zahlreiche Internetportale waren am Mittwoch nicht erreichbar. Auch das Boulevardmagazin KUKKSI war von den Ausfällen betroffen – und das gleich mehrere Stunden lang.
Für viele Internetnutzer wurde der 21. Oktober 2026 zur Geduldsprobe. Zahlreiche Webseiten waren plötzlich verschwunden oder nur eingeschränkt erreichbar. Der Grund: Zwei schwerwiegende Sicherheitslücken in der weitverbreiteten Programmiersprache PHP. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) schlug Alarm und warnte vor möglichen Hackerangriffen.
Experte warnt vor dramatischen Folgen
Wie ernst die Lage ist, verdeutlicht IT-Sicherheitsexperte Dennis-Kenji Kipker (39). Gegenüber der „Bild“-Zeitung bezeichnet er den Vorfall als „eine der schwerwiegendsten Sicherheitslücken der letzten fünf Jahre“.
Besonders brisant: PHP steckt hinter unzähligen Webseiten. Kriminelle könnten die Schwachstellen ausnutzen, um sich Zugang zu fremden Systemen zu verschaffen. Im schlimmsten Fall drohen gestohlene Passwörter, manipulierte Internetseiten und eingeschleuste Schadsoftware. Dennis-Kenji Kipker warnt deshalb eindringlich: „Wer in diese Sicherheitslücke kommt, hat quasi den Schlüssel zum ganzen Haus.“
Behörden und Kliniken nehmen Webseiten vom Netz
Auch staatliche Einrichtungen reagierten auf die Bedrohung. Unter anderem waren Internetangebote von Polizeibehörden, Kommunen und Kliniken zeitweise nicht erreichbar. In Berlin gehörten beispielsweise die Charité und das Robert Koch-Institut zu den betroffenen Einrichtungen.
Viele Betreiber entschieden sich vorsorglich dafür, ihre Webseiten abzuschalten, bis entsprechende Sicherheitsupdates installiert werden konnten. Das BSI hatte zu schnellem Handeln aufgerufen, da die Schwachstellen möglicherweise innerhalb kürzester Zeit für groß angelegte Angriffe ausgenutzt werden könnten.
Auch KUKKSI betroffen: Sieben Stunden ging nichts mehr
Die Auswirkungen bekam auch KUKKSI deutlich zu spüren. Das Boulevardmagazin war am Mittwoch von etwa 16 bis 23 Uhr nicht erreichbar. Rund sieben Stunden lang herrschte praktisch Stillstand. In dieser Zeit wurden Sicherheitspatches für die PHP-Versionen installiert.
Das Nachrichtengeschäft läuft rund um die Uhr. Während die Redaktion normalerweise über aktuelle Entwicklungen aus der TV- und Promiwelt berichtet, war die technische Infrastruktur über Stunden nicht nutzbar.

Die Gefahr ist noch nicht vorbei
Trotz der inzwischen bereitgestellten Sicherheitsupdates gibt es noch keine vollständige Entwarnung. Dennis-Kenji Kipker rechnet damit, dass die Auswirkungen noch länger zu spüren sein könnten. Gegenüber „Bild“ erklärt er: „Die nächsten 24 Stunden werden entscheidend sein.“
Für normale Internetnutzer besteht zunächst kein unmittelbarer Handlungsbedarf. Allerdings könnten weitere Webseiten und digitale Dienste zeitweise ausfallen, während Betreiber ihre Systeme absichern.


















































