Ein ungebetener Gast im Badezimmer sorgt bei vielen Menschen für einen gehörigen Schreck! Besonders im Herbst entdecken zahlreiche Menschen plötzlich große Spinnen in der Badewanne. Doch warum landen die Achtbeiner ausgerechnet dort? Dahinter steckt eine überraschend einfache Erklärung.
Wenn die Temperaturen draußen sinken, werden Spinnen in vielen Wohnungen wieder häufiger sichtbar. Besonders die großen Hauswinkelspinnen versetzen so manchen Bewohner in Angst und Schrecken. Nicht selten sitzen die Tiere morgens in der Badewanne oder im Waschbecken und scheinen dort regelrecht festzustecken.
Warum Spinnen im Herbst in der Badewanne landen
Der Grund ist kurios: Die Spinnen suchen sich die Badewanne keineswegs gezielt als neues Zuhause aus. Vielmehr sind sie häufig auf Partnersuche unterwegs. Vor allem männliche Hauswinkelspinnen verlassen im Spätsommer und Herbst ihre Verstecke, um ein Weibchen zu finden. Dabei erkunden sie auch Badezimmer und andere Räume.
Geraten die Achtbeiner in eine Badewanne, beginnt für sie allerdings ein echtes Problem. Denn die glatten Oberflächen machen es ihnen nahezu unmöglich, wieder herauszuklettern. Die Tiere sitzen deshalb manchmal stundenlang fest und warten unfreiwillig auf ihre Rettung.

Kommen Spinnen wirklich aus dem Abfluss?
Viele Menschen vermuten, dass die ungebetenen Gäste durch den Abfluss ins Badezimmer gelangen. Doch das ist normalerweise ein Irrtum! Die meisten Spinnen fallen von oben in die Wanne oder krabbeln über deren Rand hinein. Durch den wassergefüllten Geruchsverschluss eines intakten Abflusses können sie nicht einfach nach oben gelangen.
Wer eine Spinne in der Badewanne entdeckt, muss übrigens nicht gleich zum Staubsauger greifen. Mit einem Glas und einem Stück Papier lässt sich das Tier vorsichtig einfangen und an einen geeigneten, geschützten Ort setzen. Bei typischen Hauswinkelspinnen ist ein ruhiger Platz im Keller oder Schuppen oft besser als die kalte Herbstluft.
Und noch eine gute Nachricht: Die großen Hauswinkelspinnen sehen zwar furchteinflößend aus, sind für Menschen aber normalerweise harmlos. Außerdem fressen sie unter anderem Fliegen und andere kleine Insekten – und können damit sogar nützliche Mitbewohner sein.


















































