Bunte Blätter rascheln, überall liegen große Laubhaufen – für viele Hunde ist das beim Herbstspaziergang ein riesiger Spaß. Doch bevor der Vierbeiner mit voller Begeisterung hineinspringt, sollten Hundehalter lieber einmal genauer hinschauen.
Im Herbst wird auf Gehwegen, in Parks und Gärten jede Menge Laub zusammengerecht. Für Hunde sind solche Haufen besonders spannend: Es gibt unzählige Gerüche zu entdecken und man kann darin wunderbar buddeln und herumtoben. Ganz ungefährlich ist das allerdings nicht.
Im Laubhaufen können sich spitze Gegenstände verstecken
Das größte Problem: Von außen lässt sich kaum erkennen, was unter den Blättern liegt. Kleine Äste oder andere spitze Gegenstände können beispielsweise die Pfoten verletzen. TASSO weist darauf hin, dass im Herbst unter anderem kleine Äste und feste Laubstücke den empfindlichen Hundepfoten Probleme bereiten können. Nach dem Spaziergang sollten die Pfoten deshalb kontrolliert und gereinigt werden.
Bei einem unbekannten Laubhaufen am Straßenrand kommt hinzu, dass sich darin theoretisch auch Müll oder Scherben verstecken können. Den Hund ungebremst hineinspringen zu lassen, ist deshalb nicht unbedingt die beste Idee.
Im Laub sind Hunde nicht unbedingt allein
Doch es gibt noch einen weiteren Grund, bei großen Laubhaufen vorsichtig zu sein: Für Wildtiere sind sie wertvolle Verstecke. Igel, Mäuse, Kröten, Insekten und andere Tiere nutzen Laub- und Reisighaufen als Unterschlupf oder Winterquartier.
Ein neugieriger Hund könnte die Tiere aufschrecken oder ihnen zu nahe kommen. TASSO macht außerdem auf ein weiteres Herbstproblem aufmerksam: Schnuppert ein Hund an einem im Laub versteckten Igel, kann er sich dabei beispielsweise Flöhe einfangen. Auch Zecken sind mit dem Ende des Sommers keineswegs automatisch verschwunden.

Auch Herbstgrasmilben können zum Problem werden
Im Spätsommer und Herbst sind außerdem Herbstgrasmilben aktiv. Deren Larven können sich an Hunde heften und teilweise starken Juckreiz sowie Hautreaktionen verursachen. Nach ausgiebigen Abenteuern draußen lohnt sich deshalb ohnehin ein kurzer Blick auf Fell, Haut und Pfoten.
Muss der Hund jetzt komplett auf den Laub-Spaß verzichten?
Nein. Wer seinem Vierbeiner das Herbstvergnügen ermöglichen möchte, kann selbst einen kleinen Haufen aus sauberem Laub zusammentragen. „Vier Pfoten“ empfiehlt sogar Suchspiele in einem selbst aufgetürmten Laubhaufen. Auf essbare Belohnungen im Laub sollte man dabei besser verzichten – der Hund könnte versehentlich etwas Unerwünschtes mitfressen.
Gegen ein bisschen Toben im Herbstlaub spricht also grundsätzlich nichts. Bei großen fremden Laubhaufen gilt jedoch: Lieber erst schauen, bevor Bello mit Anlauf darin verschwindet.
Quellen: TASSO, Vier Pfoten, Tiermedizinportal



















































