Bei „Hartz und herzlich“ müssen Jasmin und Maik eine Entscheidung treffen, die ihnen alles andere als leichtfällt. Während die Rostockerin erneut schwanger ist, leben ihre beiden Kinder nicht mehr bei ihr. Das Paar hat sich bewusst für eine vorübergehende Unterbringung entschieden – und erklärt nun, weshalb es derzeit keinen anderen Ausweg sieht.
Ein weiteres Baby ist unterwegs, doch der Familienalltag von Jasmin und Maik ist alles andere als unbeschwert. Die beiden Rostocker kämpfen um eine geeignete Wohnung und eine sichere Zukunft. Ihre beiden Kinder sind unterdessen fremduntergebracht. In der Folge „Kein Signal“ von „Hartz und herzlich“ sprechen die jungen Eltern offen über ihre schwierige Situation.
„Seitdem die Rostocker das Mutter-Kind-Heim verlassen haben, sind beide Kinder in einer Notunterkunft untergebracht. Eine Situation, welche die Schwangere mit gemischten Gefühlen sieht“, erklärt der Sprecher der RTLZWEI-Sozialdoku.
Für Jasmin steht fest, dass die Kinder unter den aktuellen Umständen nicht bei ihnen leben können. „Natürlich ist das doof, die Kinder da zu lassen. Aber in unserer aktuellen Lebenssituation ist es gerade das Beste für die Kinder. Wir können mit den Kindern nicht auf der Straße oder in einem Zimmer wohnen“, erklärt die werdende Mutter.
„Wir haben uns für die Pflegefamilie entschieden, um eine vernünftige Wohnung zu finden“
Die Entscheidung für eine Pflegefamilie sei bewusst gefallen. „Wir haben uns für die Pflegefamilie entschieden, um eine vernünftige Wohnung zu finden, damit er sich auf seinen Job und ich mich auf die Schwangerschaft konzentrieren kann“, erzählt Jasmin.

„Die Kinder sind safe, während wir uns um einen Job und die Wohnung bemühen“
Auch Maik sieht darin vorerst die beste Lösung: „Die Kinder sind safe, während wir uns um einen Job und die Wohnung bemühen.“ Besonders schmerzhaft ist für die Eltern, dass sie ihren Nachwuchs nicht jederzeit besuchen können. „Wir geben uns aber Mühe, dass wir unsere Kinder oft genug sehen. Wir würden am liebsten auch jeden Tag hinfahren, aber das dürfen wir aktuell nicht. Wir haben maximal drei Umgänge in einer Woche. Allerdings lassen uns die Betreuer auch manchmal länger Zeit“, berichtet Jasmin.
Trotz der schwierigen Umstände will das Paar die Hoffnung nicht aufgeben. „Natürlich wollen wir unsere Kinder schnellstmöglich zurückhaben. Aber das kann jetzt einiges an Zeit in Anspruch nehmen“, weiß Jasmin.

Dass ihre Kinder derzeit nicht bei ihnen leben, bedeutet für die Rostockerin jedoch keinesfalls, dass sie als Mutter versagt habe. „Nur, weil sie in einer Pflegefamilie wohnen, heißt das nicht, dass wir schlechte Eltern sind. Im Gegenteil: Gute Eltern ist man auch, wenn man erkennt, dass man was falsch gemacht hat, beziehungsweise auch bereit ist, was zu ändern.“
„Wir wollen mit den Kindern ja auch nicht auf der Straße leben“
Auch Maik unterstreicht, weshalb die beiden ihre Entscheidung für richtig halten: „Wir wollen mit den Kindern ja auch nicht auf der Straße leben.“ Ob und wann Jasmin und Maik ihre Kinder wieder dauerhaft bei sich aufnehmen können, bleibt vorerst offen. Klar ist jedoch: Mit dem dritten Baby wächst der Druck, endlich stabile Lebensverhältnisse zu schaffen.
RTLZWEI zeigt die Folge von „Hartz und herzlich“ am 27. Oktober 2026 um 18.05 Uhr.


















































