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Ein Mädchen mit einem Hund

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Tödliche Gefahr: So ungesund sind Hunde-Küsse!

iStock / Mykola Sosiukin

Du hast einen Hund und er will dich im Gesicht ablecken? Das Phänomen ist weit verbreitet – doch das kann zu einer tödlichen Gefahr werden. Doch was steckt genau dahinter und warum kann das gefährlich werden?

„Der Mund eines Hundes ist sauberer als der eines Menschen“ – dieses Gerücht hält sich schon lange hartnäckig. Das ist aber leider totaler Quatsch, denn das Gegenteil ist der Fall. Die Schnauze von Hunden ist voll von Erregern. Lecken uns die Vierbeiner ab, können Keime auf uns übertragen werden und eine heftige Infektion auslösen, die unter Umständen sogar tödlich sein können. „Wir begrüßen uns mit einem Küsschen auf die Wange – sie mit Küsschen auf den Hintern“, erklärt Hunde-Experte Marty Becker in der britischen Sun.

Hunde verbreiten gefährliche Erreger

Virologie-Professor John Oxford von der Queen Mary University in London sieht es ähnlich. „Hunde verbringen ihr halbes Leben mit der Nase in irgendwelchen ekligen Ecken oder über den Hinterlassenschaften ihrer Artgenossen. Ihre Schnauzen sind voller Bakterien, Viren und anderer Keime“, so der Experte.

In den Munden von Hunden können sich unter anderem Clostridien, E.coli-Bakterien, Salmonellen, Campylobacter und auch Wurmeier – sich von seinem Liebling ablecken zu lassen, ist nicht nur unappetitlich, sondern auch ungesund. Einige dieser Erreger können auch auf den Menschen übertragen werden – diese können zu Durchfallerkrankungen führen.

Ein Mädel mit ihrem Hund

iStock / nortonrsx

Besonders gefährlich ist das Bakterium Capnocytophaga Canimorsus. Im Jahr 2014 hat ein Tier einen Menschen mit dem Erreger infiziert – nach starken Schmerzen und Schüttelfrost versagten die Nieren, der Herzmuskel versagte und dann starb der Mann, wie das New England Journal of Medicine berichtete. Das Bakterium Pasteurella nistet sich auf der Schleimhaut der Nasenmuscheln ein – eine Knochenentzündung, Blutvergiftung, Lungenentzündung oder Hirnhautentzündung kann beim Menschen ausgelöst werden. Das Tier sollte demnach regelmäßig beim Tierarzt gecheckt werden.

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