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Krater von Derzewe

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Diese Grube in der Wüste brennt seit über 40 Jahren

imago images / imagebroker

Wer wollte noch nicht vor einem brennenden Loch mitten in der Wüste stehen? In Turkmenistan ist das möglich – und zwar seit über 40 Jahren. Durch einen Fehler der Sowjets hat das Land einen erfrischenden Touristenschwung bekommen. Doch wieso brennt das Loch eigentlich?

Mitten im Nirgendwo, zwischen Sand und noch mehr Nichts ist da auf einmal ein riesiges, leuchtendes Loch. Wenn man näher dran geht, erkennt man: Diese Grube brennt! In der turkmenischen Wüste ist das tatsächlich der Fall. Der Krater von Derzewe oder auch allgemein bekannt unter dem Namen „Das Tor zu Hölle“ ist das ein wahres Naturspektakel für Touristen und Forscher aus aller Welt.

Krater von Derzewe

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Crater from Darwaza goal to Hell Desert Karakum Turkmenistan Asia ibxdkr03948881 JPG Bitte beachten Sie die gesetzlichen Bestimmungen des deutschen Urheberrechtes hinsichtlich der Namensnennung des Fotografen im direkten Umfeld der Verˆffentlichung!

Durch Fehler der Sowjets entstanden

Mit rund 10.000 bis 15.000 Urlaubern im Jahr gehört Turkmenistan zu den tourismusschwächsten Ländern der Welt. Doch eine Fehlentscheidung der Sowjets ändert sich das nun. Die Geschichte beginnt 1971, als sowjetische Geologen in der Wüste nach Öl bohrten, was sich schnell als Fehler herausstellt. Denn mit dem Aufstellen des Bohrturms verschwand dieser auch direkt – und zwar nach unten. Der Bohrturm würde fälschlicherweise auf einer unterirdischen Höhe mit natürlichem Erdgasvorkommen gebaut und wurde vollständig von der Erde verschluckt.

Das „Tor zu Hölle“ ist einer größten Tourismusmagnete in Turkmenistan

Aus dem nun neu entstandene Loch strömt ununterbrochen Methan und so entschieden sich die Sowjets die Grube anzuzünden, um das Gas auf einem Mal ein Ende zu setzen: Doch falsch gedacht. Auch noch 40 Jahre später brennt das Loch vor sich hin und hört gar nicht mehr auf damit. Zwar wurden schon einige Löschversuche unternommen, aber da das Methan immer noch in die Grube strömt, sind alle Versuche hoffnungslos gewesen. Vor ein paar Jahren wollte der turkmenische Präsident den Krater absperren lassen, zu seiner eigenen Verwunderung stellte sich der Krater von Derzewe als wahrer Touristenmagnet heraus. Das „Tor der Hölle“ ist also gar nicht mal so schlecht für Turmenistan und vielleicht gar nicht so grausam, wie der Name vermuten lässt.

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