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Einheitliche Ladekabel für alle Handys: Das ist der EU-Plan

iStock / Prykhodov

Aktuell ist es noch so, dass die verschiedenen Mobilgeräte unterschiedliche Ladekabel besitzen können. Das ist immer wieder ein Ärgernis. Doch das Problem soll bis Ende 2024 ein Ende haben. Die EU hat sich für ein einheitliches Ladekabel ausgesprochen.

Mittlerweile haben sich alle EU Staaten darauf geeinigt, dem Kabelsalat ein Ende zu bereiten. So soll es werden, dass das iPhone Ladekabel der neuesten Art auch für andere Mobilgeräte und beispielsweise auch für Kopfhörer oder auch Kameras relevant sein soll.

Jahrelang nach Lösung gesucht

Die EU-Kommission war schon seit Jahren auf der Suche nach einer Lösung hinsichtlich der Ladekabel, da sich viele Nutzer aufgrund der verschiedenen Ladekabel beschwert haben. Es kam damals auch zu verschiedenen Ansätzen und Plänen, was jedoch durch diverse Beschwerden verzögert wurde. Vor einigen Jahren war es sogar so, dass es rund 30 verschiedene Ladebuchsen-Typen gab. Das Chaos war damals perfekt.

Doch die verschiedenen Hersteller einigten sich vor Jahren schon auf einheitliche Standards, sodass es nur noch 3 Typen gab. Nach rund 10 Jahren ist es nun so weit, dass es zu einer einheitlichen Lösung kommt, welche sicherlich viele Nutzer begrüßen. Nutzer profitieren vor allem, da sie sich auch viel Geld sparen können.
Für die Hersteller der Ladegeräte und der Mobilgeräte könnte es möglicherweise ärgerlich sein. Immerhin müssen sie sich umstellen und nur noch Geräte herstellen, die mit einem einheitlichen Ladekabel funktionieren.

USB-C soll Standard werden

Laut Info der Bundesregierung dürfen neue elektronische Kleingeräte ab 2024 nur noch mit dem USB-C Ladekabel angeboten werden. Das bedeutet, dass die verschiedenen Ladekabel der Vergangenheit angehören, sofern es sich um neueste Modelle handelt. Für Verbraucher stellt es eine Erleichterung dar, wenn es nur noch ein standardisiertes Kabel gibt. Dadurch sparen sich die Leute lästiges Suchen nach dem richtigen Kabel. Außerdem muss niemand mehr, wenn ein Neugerät gekauft wird, ein neues Ladekabel zur Hand haben. Letztlich ist es aber auch eine Entscheidung für die Umwelt. Es spart viele Ressourcen und die Umwelt, da unnötiger Elektroschrott vermieden wird. Somit bringt das einheitliche Ladekabel gleich mehrere Vorteile mit sich, die auf jeden Fall zu erwähnen sind.

Für viele Geräte ein Kabel

Wie zu erfahren war, soll das einheitliche Ladekabel nicht nur für Handys relevant sein. Die Vorgabe soll für alle tragbaren Geräte gelten, die mit einem Kabel aufgeladen werden müssen. Hersteller von Kopfhörern, Digitalkameras und Tabletcomputern gehören somit auch dazu. Das Gleiche gilt für Spielekonsolen, Musikgeräte und Navis oder auch Headsets. Später soll die Vorgabe auch noch für Laptops kommen. Es wird somit auf den einheitlichen Ladestandard gesetzt, sodass es mehr Flexibilität gibt.

Angebot von Mobilgeräten ohne und mit Ladekabel

Im Handel sollen Nutzer die Möglichkeit haben, zwischen neuen Mobilgeräten mit und ohne Ladekabel auszuwählen. Auf der Verpackung der Geräte soll es ein entsprechendes Symbol geben, sodass jeder Nutzer direkt sieht, ob es sich um ein Gerät mit oder ohne Ladekabel handelt.
Die EU-Kommission erhofft sich durch die Möglichkeit des Kaufs mit oder ohne Kabel, dass sich die meisten Menschen gegen ein neues Ladekabel entscheiden. Schließlich lassen sich letztendlich nur durch den entsprechenden Kauf Ressourcen und Elektroschrott einsparen.

Bei Mobilgeräten schon oft Standard

Im Bereich der Mobilgeräte Branche ist USB-C schon heute Standard. Von daher gibt es in diesem Bereich keine besonderen Änderungen. Sicherlich gibt es den ein oder anderen Hersteller, der noch umrüsten muss. Interessant wird es, da auch für viele andere Geräte die einheitliche Ladetechnik relevant wird. Hersteller von Kopfhörern und anderen tragbaren Kleingeräten müssen somit möglicherweise noch nachrüsten. Wichtig ist aber, dass die Ladekabel für Mobilgeräte beispielsweise an eine Powerbank angeschlossen werden können. Sollte es doch einmal zu einem Blackout kommen, könnten über die mobile Stromquelle Mobilgeräte aufgeladen werden.

Scheinbar nicht für ältere Modelle bindend

Der neue Ladestandard gilt aber nicht rückwirkend. Geräte, die vor dem Inkrafttreten der Vorgabe auf den Markt gebracht wurden, müssen über keine einheitliche Ladetechnik verfügen. Das bedeutet, dass es mit dem Inkrafttreten auch noch Geräte mit anderen Ladebuchsen gibt. Geräte, die erst ab Inkrafttreten des neuen einheitlichen Ladestandards angeboten werden, sind davon betroffen. Sicherlich gibt es schon viele Hersteller, die die zukünftigen Vorschriften bereits viel früher umsetzen. Anfangs wird es möglicherweise noch etwas verwirrend sein, vor allem dann, wenn noch ältere Modelle angeboten werden. Nutzer, die ein älteres Gerät mit der entsprechenden Ladebuchse wünschen, müssen daher genau aufpassen.

Letztlich würde es bedeuten, dass auch generalüberholte Geräte weiterhin verkauft werden können, auch wenn sie nicht über den USB-C-Anschluss verfügen. Schließlich ist es ja kein Gerät, welches erst neu auf den Markt kommt. Außerdem würde es bedeuten, wenn die generalüberholten Geräte ohne USB-C Ladekabel nicht mehr angeboten werden dürften, dass viel Elektroschrott entsteht. Angesichts dessen ist davon auszugehen, dass diese Geräte weiterhin angeboten werden können.

Es gibt auch Kritik

Natürlich bringen einheitliche Ladestandards viele verschiedene Vorteile mit sich. Vor allem für Verbraucher ist es vorteilhaft. Aber auch die Auswirkung auf die Umwelt ist zu berücksichtigen. Immerhin fällt deutlich weniger Elektroschrott an. Es gibt aber auch den Branchenverband Bitkom und Hersteller wie Apple, die die einheitliche Ladekabel-Vorgabe kritisieren. Sie gehen davon aus, dass Innovationen gebremst werden könnten. Auch die Technologieoffenheit wird erwähnt, die durch die Vorgabe nicht gegeben ist.

Induktive Energieübertragung als Alternative

Mittlerweile gibt es einige Anbieter, die schon länger kein Ladekabel mehr zusammen mit einem neuen Mobilgerät liefern. Sie setzen stattdessen auf die kabellose Ladelösung. So ist ein Kabel überflüssig. Vor allem ist hierbei Apple zu erwähnen. Der Hersteller setzt sicherlich zukünftig vermehrt auf das kabellose Aufladen der Mobilgeräte. Ebenfalls sind Hersteller wie Huawei oder auch OnePlus anderen Ladevarianten aufgeschlossen. Die Richtlinien, die im Laufe des Jahres 2024 relevant werden, sollen auch einheitliche Vorgaben bezüglich der kabellosen Aufladung beinhalten. Somit soll es auch für die kabellose Variante entsprechende Regelungen geben, die die Hersteller zukünftig einhalten müssen. Schon gelesen? Darum solltest du dein Handy nie mit ins Bett nehmen!

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