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Die Alm 2021: So tickt Kandidat Christian Lohse

ProSieben / Benjamin Kis

Seine Liebe gilt dem Kochen. Nun nimmt Christian Lohse in der neuen Staffel von „Die Alm – Promischweiß & Edelweiß“ teil. Wie sich der Koch in der Show schlagen wird? KUKKSI stellt ihn euch vor!

Christian Lohse war Privatkoch für den Sultan von Brunei, ist heute als gastronomischer Berater für den Friedrichstadtpalast tätig und betreibt seinen eigenen Online-Handel. Wie man ein Team führt und für reibungslose Abläufe in der Küche sorgt, weiß der Sterne-Koch ganz genau. Trotzdem sieht sich der 53-Jährige vor allem als Teamplayer.

Interview mit Christian Lohse

„Die Alm“ ist kein Ponyhof: Was erwartest Du von Deiner Teilnahme?

„Da ‚Die Alm‘ sich von anderen Shows unterscheidet, habe ich zugesagt. Solche Szenarien wie unter der Decke kuscheln oder Nacktbilder, kommen für mich überhaupt nicht in die Tüte. Außerdem hatte ich selbst eine Farm in Frankreich: Kalt zu duschen und der Umgang mit Tieren ist für mich also nicht unbekannt. Das ist ein reiner Lernprozess. Und wegen einer zweiten Sache natürlich: Geld.“

Kein warmes Wasser, kein Strom, kein Social Media, kein Luxus. Was wirst Du wohl am meisten vermissen?

„Social Media werde ich überhaupt nicht vermissen. Und ans Handy gehe ich auch nicht bei jedem Klingelton. Haute Cuisine ist etwas ganz Besonderes, und das wende ich für mich selbst auch nur drei- bis viermal im Jahr an. Ich bin sehr bodenständig, esse keine Industriewurst oder -fleisch. Seit über 30 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit dem Thema Gemüse. In meiner neuen Soßenmanufaktur ‚Der Lohse macht die Soße‘ sind von acht Soßen sieben vegan. So ticke ich. Haute Cuisine heißt Zelebrieren im engsten Kreis an Feiertagen. Damit man sich darüber richtig freuen kann, sollte man das begrenzen. Dieses immer Zugängliche in Gourmet-Restaurants war mir schon immer suspekt.“

Dir wird das karge Alm-Leben wie vor 100 Jahren also keine Probleme bereiten?

„Ich glaube, das wird vielmehr von den Menschen abhängen, mit denen man zusammenwohnt: Wie weit sie sich auf das Leben dort einlassen und sich sozialisieren können, ohne sich nur über die 50.000 Euro, die sie gewinnen können, Gedanken zu machen. Das könnte – ich will es vorsichtig sagen – zu Spannungen führen, und das will ich überhaupt nicht. Es geht darum, eine gute Show abzuliefern und um Entertainment! Dieses Entertainment sollte aber richtig und nicht nur oberflächlich abgeliefert werden!“

Was glaubst Du welche Rolle Du auf der Alm übernehmen wirst? Siehst Du Dich eher als Stratege, der die Arbeit verteilt oder als Umsetzer, der kräftig anpackt?

„Das lasse ich alles auf mich zukommen. Ich fand toll, wie sich René Weller und Gunter Gabriel (Anm. waren in Staffel 1 auf der ‚Alm‘) verhalten haben: Die hatten eine präsente Zurückhaltung, haben ganz viele Aufgaben übernommen, waren sehr freundlich und sozial aktiv. So sehe ich mich auch. Als Koch kann ich ganz viele Aufgaben übernehmen, außerdem liebe ich das Sozialisieren mit anderen Menschen. Die Frage ist nur, wie aufgedreht die anderen sind. Aber man kann ja mal einen Tag einen Maisbrei ohne Salz kochen, damit alle wissen, wo der Weg lang geht (lacht).“

Also glaubst Du, Du wirst auch das Zepter in der Küche schwingen?

„Wer denn sonst? Nach 37 Jahren Erfahrung in der Top Gastronomie – wobei ich wirklich immer bodenständig geblieben bin – wäre es ja nun verwegen, wenn jemand der Meinung ist, er kann es besser! Das wäre ja so, als wenn man mich morgen in einen ‚Formel 1‘-Wagen setzt und sagt: ,Fahr mal eine Runde.‘ Aber Kochen ist Teamwork. Und der Herd heißt Fokus: Vielleicht kann man um diesen runden Punkt der Hitze tatsächlich Menschen mit den sehr ursprünglichen Produkten, die wir dort zur Verfügung habenwerden, begeistern und sozialisieren. Ohne die Gier auf das Endsalär und den Gewinn im Mittelpunkt.“

Hast Du Dich auf das Bauernhof-Leben vorbereitet oder lässt Du alles auf Dich zukommen?

„Wir hatten eine Farm mit 2000 Schafen, Mais und Roggen: Ich weiß also, wie es auf einem Bauernhof aussieht. Da hatten wir kein fließendes Wasser und wenn der Wind zu stark wurde, hatten wir auch keinen Strom. Das Melken ist mir auch nicht neu. Als wir die ersten Fotos für ‚Die Alm‘ gemacht haben, waren die Kühe so begeistert von mir, dass sie mir über den Popo geleckt haben. Die haben keine Angst vor mir, ich habe keine Angst vor denen, und ich weiß, wie man mit Tieren umgeht. Ich finde übrigens, dass Mist toll riecht.“

Früh aufstehen, Stall ausmisten, Tiere füttern, Holz hacken und noch vieles mehr… Wovor schreckst Du jetzt schon zurück?

„Nacktbilder wird es keine von mir geben. Und ich werde für ein Spiel auch nicht in Gülle-Bäder steigen. Alles mit Tierfäkalien ist nicht mein Thema.“

Wie sieht es mit Holz hacken aus?

„Hör mal, ich bin 53, das wird vielleicht nur ein bisschen länger dauern (lacht).“

In den Bergen, weit weg von allem… Gibt es auch etwas, worauf Du Dich freust?

„Das kann ich genau sagen: Auf den Anstieg freue ich mich sehr und darauf mit 100 Kilo und 1,78 Meter Körpergröße meinen kleinen Rucksack hochzuschleppen! Ich freue mich auf die Ruhe. In Berlin wohne ich direkt am Alexanderplatz und höre Tag und Nacht die U- und S-Bahn. Ich freue mich darauf, dass ganz viele Dinge handgemacht sein werden. Und ich freue mich auf die ein oder andere Reiz-Situation.“

Warum bist Du der perfekte Alm-Kandidat?

„Weil ich das Geld gut gebrauchen kann.“

Ich ziehe auf „Die Alm“, weil …

„… ich ,Die Alm‘ bin. Das ist typisch Lohse (lacht).“

ProSieben zeigt „Die Alm – Promischweiß & Edelweiß“ ab 24. Juni 2021 immer donnerstags um 20:15 Uhr.

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