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Oli spricht über sein schlimmstes Date

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Date-Horror: 10 Monate für Nichts

privat

KUKKSI startet eine Reihe mit euren schlimmsten Date-Geschichten! Und den Anfang macht direkt ein Redakteur von uns: Er hat ein sehr skurriles Date-Erlebnis hinter sich und erzählt uns über seine Erfahrungen.

  • Name: Oli
  • Alter: 30
  • Wohnort: Berlin
  • Beruf: Irgendwas mit Medien
  • Sexuelle Orientierung: Gay

Oli spricht über sein schlimmstes Date-Erlebnis

Mein Name ist Oli, arbeite bei den Medien und wohne in Berlin. Kurz vorweg: Als „schlimm“ würde ich das Date-Erlebnis nicht beschreiben, aber zumindest als skurril und vor allem auch verletzend. Nun erzähle ich euch meine Geschichte…

Phase Nr. 1: Das Kennenlernen

Ich bin seit vielen Jahren in diversen Dating-Apps unterwegs und habe viele neue und vor allem auch coole Leute kennengelernt. Im Dezember meldete sich ein sweeter Boy in einer solchen App an. Eigentlich kontaktiere ich von mir aus wenige Typen – außer ich finde sie auf Anhieb interessant. Und das war bei ihm der Fall. Aus einem einfachen „Hey“ wurde viel mehr – nämlich sowas wie eine Freundschaft. Zunächst schrieben wir ganz easy und alles war gechillt. Bis ich merkte: Der Typ hat es mir wirklich angetan. Noch im Dezember schrieb er, dass wir uns nach Neujahr treffen können – doch was dann kam, damit hat wohl niemand gerechnet…

Phase Nr. 2: Es entstand eine Freundschaft

Im Frühjahr war es dann um mich geschehen: Irgendwie entstand zwischen uns mehr – eine intensive Freundschaft. Wir hatten beinahe 24 Stunden am Tag geschrieben und auch oft telefoniert. Wir schickten uns Herzen und sagten uns, dass wir uns lieb haben. Der Typ ist mir wirklich ziemlich schnell ans Herz gewachsen und wurde mir extrem wichtig. Schnell wurde mir aber auch klar: Er hat ziemlich viele Probleme. Andere wären in dem Fall bereits weg gewesen. Doch anstatt wegzurennen, wollte ich ihn nicht allein lassen und stand ihm zur Seite.

Phase Nr. 3: Der Kontaktabbruch

So gerne wir uns hatten, eskalierte es zwischen uns jedoch immer wieder – und meist waren einfach nur banale Sachen der Grund. Sowohl ich als auch er waren ziemlich schnell gereizt an einigen Punkten – das sorgte immer wieder für Konfliktpotential. Wir hatten abgemacht, vorerst keine anderen Dates einzugehen. Doch dann kam alles ganz anders: So ganz nebenbei teilte er mir mit, dass er mit einem anderen Stecher durchgebrannt ist. Ich brach den Kontakt sofort ab, denn selten hatte mich jemand so sehr verletzt wie er.

Phase Nr. 4: Wir hatten wieder Kontakt

Später hatten wir wieder Kontakt. Dass er einen neuen Lover hatte, habe ich akzeptiert und ich gab ihm schließlich eine zweite Chance – diese hätte er wohl von jemanden anderen nicht bekommen. Aber irgendwie hang ich einfach immer noch an ihm. Und so sollte es beim zweiten Versuch eine gute Freundschaft werden – sollte…

Phase Nr. 5: Zwischen Hass und Freundschaft – was sind wir eigentlich?

Ab Sommer hatten wir wieder wie in „unserer ersten Zeit“, wie wir immer sagten, gefühlt wieder 24/7 Kontakt zueinander. Das Problem: Es eskalierte schon wieder zwischen uns und auf der anderen Seite standen wir uns sehr nahe – wir bezeichneten es als „Hassliebe“ und in gewisser Weise war es auch eine. Wenn wir uns zofften, kriegten wir uns aber schnell wieder ein – immerhin.

Phase Nr. 6: Der endgültige Kontaktabbruch

Es war Samstag, der 9. Oktober 2021. Eigentlich lief an dem Tag zwischen uns alles ganz super. Er war stundenlang weg und meldete sich abends wieder. Zwar hatte er über mehrere Stunden nicht geschrieben, aber wenn es ihm gerade passt, musste man halt „verfügbar“ sein.  Zugegeben: Ich hatte einen ziemlich scheiss Tag und war nicht gut drauf. Deshalb habe ich generell auch nicht viel geschrieben, was rein gar nichts mit ihm zu tun hatte – aber er fühlte sich ohne Grund angegriffen. Da ich aber schweigsam war, versuchte er mich mit einigen Dingen bewusst zu verletzen. Ein guter Freund hätte eher gefragt, was mit mir los ist, anstatt dem anderen weh zu tun. Das konnte man aber von ihm nicht wirklich verlangen, denn wie er mal sagte: Er hat genug eigene Probleme und kann sich nicht um die Sachen von anderen kümmern. Das sollte eine Freundschaft sein? Fehlanzeige! Nachdem es mal wieder ausgeartet war, habe ich ihn dann überall blockiert – klar, ging das in dem Fall von mir aus. Muss ich mich bewusst verletzen lassen? Nein. Das war’s dann.

Oli spricht über sein schlimmstes Date-Erlebnis

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Fazit

Eigentlich hätte es zwischen uns ganz easy sein können, aber 10 Monate lang zog sich das zwischen uns hin, ohne das nächste Level zu erreichen – zwischen sehr intensiver Nähe und heftigen Eskalationen. Dabei hatte die Chemie von Anfang an gestimmt und habe ihn trotz der Eskapaden nie im Stich gelassen. Ich versuchte ihm zu helfen, war immer für diese Person da und hatte ein offenes Ohr beinahe rund um die Uhr – selbst wenn er telefonieren wollte, weil es ihm nicht gut ging, habe ich dafür Meetings platzen lassen. Geschätzt hat er das nie und Dankbarkeit konnte man auch nicht erwarten. Wenn man jedoch selber Probleme hatte, hat ihm das weniger gekümmert. Gute Freunde hätten einen in den Arm genommen – er hat sowas strikt abgelehnt.

Angeblich bedeutete ich ihm viel, aber im Nachhinein war es wohl eine große Lüge und von absolutem Desinteresse geprägt – ganz zu Schweigen von der Hinhalte-Taktik. In den vergangenen Wochen sagte er mir, dass er derzeit aufgrund seiner Probleme keine Leute treffen könne – direkt nach unserem Kontaktabbruch suchte er in einer App direkt Dates. Das zeigt: Er will sehr wohl Leute treffen – nur mich nicht. Und ich fragte mich: Warum? Schätzte er mich nicht? Fand er meinen Look nicht geil oder meinen Charakter doch einfach Scheisse? All das hätte er mir direkt von Anfang an sagen können, anstatt über 10 Monate ein solches Spiel zu spielen und die Gefühle des anderen zu verletzen.

Das Verhalten war absolut nicht fair mir gegenüber und sehr verletzlich. Das angebliche Interesse war dann leider wohl auch nur erfunden und ich bin drauf reingefallen – beinahe ein ganzes Jahr. Leider ist mir das viel zu spät aufgefallen und umso größer war die Enttäuschung, dass daraus keine gute Freundschaft geworden ist. Aber klar: Dennoch vermisse ich ihn (noch), denn schließlich hatten wir sehr intensiven Kontakt und oft abends telefoniert – diese Gespräche fehlen. Wie mir das aber passieren konnte, ist mir selbst ein Rätsel und deshalb war es für mich die schlimmste Date-Erfahrung in meinem Leben. Eigentlich bin ich für jede Zeit dankbar, die man miteinander hat – in dem Fall empfinde ich das anders. Dennoch: Auch, wenn ich verletzt wurde und er mich wahrscheinlich nicht schätzte, denn sonst wäre ich das anders zwischen uns verlaufen – ich habe ihn geschätzt und respektiert. Und selbst in dieser Situation bin ich aber noch fair und wünsche ihm für die Zukunft von Herzen alles Gute. Was ich aus dieser Erfahrung aber gelernt habe: Meine Hilfsbereitschaft und Gutmütigkeit nicht mehr ausnutzen zu lassen. Mittlerweile treffe ich wieder Typen, die wirkliches Interesse an mir haben – und bin deshalb auch wieder sehr glücklich. Schon gelesen? Dein Date sagt ab? Die Top 9 der Hinhalte-Ausreden!

Erzähle uns deine schlimmste Date-Geschichte! Schicke uns eine Mail an date@kukksi.de. 

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