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Borderline: Ein Leben mit der Persönlichkeitsstörung

iStock / PKpix

Wohl jeder von uns hat mal einen schlechten Tag. Die negativen Gefühle verschwinden jedoch schnell wieder und auch der Frust ist zeitnah weg. Bei Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung sieht das jedoch ganz anders aus. 

Bei Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) kann das emotionale Gleichgewicht schnell kippen – dafür reicht schon ein kleinster Anlass aus. Die Emotionen können dann schnell außer Kontrolle geraten. Patienten haben immer Angst, verlassen zu werden, fühlen sich leer, die Stimmung kann schnell kippen oder haben Wutausbrüche.

Emotionale Nähe und Distanz

Bei näheren Angehörigen oder Freunden schwanken Borderliner zwischen großer Nähe und Distanz. Aufgrund der extremen Schwankungen können sie zu impulsiven Handlungen neigen oder verletzen sich auch selbst. Einige Borderliner leiden auch unter Realitätsverlust, haben paranoide Vorstellungen oder ein selbstverletzendes Verhalten. Suizidäußerungen sollten Angehörige immer ernst nehmen! Rund die Hälfte aller Borderliner hat mindestens einen Selbstmordversuch hinter sich.

Wie wird Borderline behandelt?

Einige Borderliner leiden auch an Depressionen, Angststörungen, Suchterkrankungen oder einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Borderliner berichten von traumatischen Ereignissen in der Kindheit oder mangelnde Anerkennung. Auch sexueller Missbrauch spielte dabei immer wieder eine Rolle. Die Liste der Symptome bei Borderline sind lang – aber nicht bei jedem sind diese gleich ausgeprägt. Die Diagnose von Borderline gestaltet sich daher nicht einfach. Hat man jedoch die Diagnose Borderline, gibt es heute verhaltenstherapeutische Methoden, welche das Verhalten zumindest etwas besser steuern können. Auch die Mentalisierungsbasierte Therapie (MBT) sowie die Schemafokussierte Therapie (SFT) werden angewandt. Manche Patienten erhalten zusätzlich zur Psychotherapie eine medikamentöse Therapie. Die Erkrankung ist jedoch nicht allein durch Medikamente heilbar.

Borderliner sollte nie allein gelassen werden

Das Leben mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung ist nicht nur für den Patienten alles andere als einfach, sondern auch für Angehörige und Freunde. Denn oft werden diese unter anderem durch Wutausbrüche verletzt von dem Borderliner – die Ursache dafür ist jedoch nicht der Charakter oder die Persönlichkeit, sondern eben die Erkrankung und deshalb sollte man drüber hinweg sehen. Wichtig ist, dass der Patient nicht allein gelassen wird und Angehörige ihm bei der Therapie zur Seite stehen. Schon gelesen? Wie man mit einem Borderline-Erkrankten umgeht 

HINWEIS DER REDAKTION | Der Artikel ersetzt keinesfalls eine ärztliche Beratung! Der Inhalt von KUKKSI darf nicht dafür verwendet werden, eigenständig Diagnosen zu stellen – das kann nur ein ausgebildeter Arzt.

HINWEIS DER REDAKTION | Du leidest selber an Depressionen oder hast Selbstmord-Gedanken? Dann kontaktiere bitte umgehend die Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhältst du anonym und rund um die Uhr Hilfe von Beratern.

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