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17:30 kukksi NRW: Nachrichten aus Köln (22.06.2012)

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Köln (ksta). Was tun die Kölner während der Halbzeit-Pause? Richtig, die Toilette aufsuchen. Der Wasserverbrauch steigt sprunghaft um das Doppelte an. Die Wasserversorger stellt dieser Umstand vor besondere Herausforderungen.

Heute Abend kommt nicht nur die deutsche Nationalmannschaft zum Einsatz, sondern auch Kölns extragroße Wasserpumpe. Die wirft die Rhein-Energie bei jedem Deutschland-Spiel an, damit in der Halbzeitpause genügend Wasser in Rohren und Toilettenkästen ist. Denn wer geht schon während des Spiels auf die Toilette? "Das ist ein Phänomen, das wir bei allen EM- und WM-Spielen haben", sagt Rhein-Energie-Sprecher Lutz-Peter Eisenhut. Je länger die Deutschen im Turnier sind, desto drastischer zeigt sich das homogene Toiletten-Verhalten der Kölner. Eisenhut hat Zahlen parat: Beim Spiel gegen die Niederlande betrug der Wasserverbrauch 7500 Kubikmeter pro Stunde. In der Halbzeitpause stieg er auf 14 500 Kubikmeter. Als die Deutschen gegen die Dänen spielten, konnte die Rhein-Energie kurz vor der Pause 8000 Kubikmeter messen, während der Pause waren es 14 000. [WEITERLESEN]

Köln (ksta). Radio Paloma ist bereits auf Sendung. "Nur nicht aus Liebe weinen", dudelt es aus dem Radio über der Theke. Es ist 5.36 Uhr, die "Kaffebud am Aldermaat" hat seit sechs Minuten geöffnet. Fahles Morgenlicht liegt über dem Platz der Plätze inmitten der Kölner Altstadt. Vor "Peters Brauhaus" sind die Tische und Stühle noch für die Nacht zusammengeschoben. Dicke Stahlseile sichern das Mobiliar. Die Straßen sind menschenleer.

Werner sitzt ganz hinten in der "Bud". Er hat einen Kaffee bestellt, dazu ein Nusshörnchen mit schokoladenbraunen Ecken. So wie jeden Morgen. Er hat sich den Sportteil aus der Zeitung geangelt, die an einem Halter an der Wand hängt. Hat einen Stift für das Kreuzworträtsel bereitgelegt. So wie jeden Morgen. "Sportteil, Käffchen und ein Nusshörnchen - mehr brauche ich nicht", sagt er und beugt sich tief über die Tageszeitung. Sein Gesicht ist zerfurcht wie das des alten Charles Bronson. Kurz vor sechs wird Werner den Stift wieder einstecken, wird kurz herübernicken zu Lisa, die gerade frischen Kaffee aufbrüht, und hinüberschlendern zum Schokoladenmuseum unten am Rhein, wo er einen Putztrupp leitet. "Ich bin der Vorarbeiter." Jetzt geht er. So wie jeden Morgen. [WEITERLESEN]

Köln (ksta). An jedem regnerischen Schultag, zur großen Pause, wenn die erlösende Klingel ertönt, rennen Eyüp Simsek und seine Klassenkameraden los. "Nach nebenan", sagt der 17-Jährige Schüler des Werner-von-Siemens-Berufskollegs, "um noch einen Platz zu kriegen". Nebenan, in der benachbarten Nicolaus-August-Otto-Schule, gibt es ein paar Bänke, "aber die sind knapp", sagt Eyüp. In seiner Schule fehlen die Sitzgelegenheiten. Eyüp und seine Mitschüler haben an diesem Morgen nichts zu feiern - sie tun es trotzdem. Wenn es auch, das gibt der stellvertretende Schulleiter zu, "eine komische Feier" ist. Denn genau ein Jahr ist vergangen, seitdem das Amt für Schulentwicklung die 15 Jahre alten und maroden Sitzgelegenheiten in der Pausenhalle, dem Foyer der Schule, abbaute. "30 Sitzplätze und ein paar Tische waren es" - Andreas Daube deutet auf die gut sichtbaren Bohrlöcher im Boden. [WEITERLESEN]

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